Forchheim - Was die Gastronomie in Forchheim angeht, ist es auch 2025 definitiv nicht langweilig geworden: Einige Lokale haben geschlossen, andere neu, eines nie eröffnet. Wir haben den Überblick über die jüngsten Veränderungen - und über die, die 2026 kommen.
31.12.2025 16:15 Uhr

Lang ersehnt, ein bisschen verzögert, aber jetzt seit September unter dem alten Namen und in ganz neuem Gewand zurück: die Alte Wache. Seit 2019 stand das Lokal mitten auf dem Paradeplatz leer, Neu-Betreiber Koray Yildirim hat den Leerstand mit seinem besonderen Konzept gefüllt.

Nach nur knapp einem Jahr hat Navsherbir Singh das Kapitel „Bombay Lounge“ in der Forchheimer Innenstadt schon wieder beendet - sein Konzept war nicht aufgegangen. Er zog mit seinem indischen Restaurant aus der Blauen Glocke aus, es folgte ein neuer Asiate: „Xin Chao“ heißt das Lokal, was auf vietnamesisch „Hallo“ bedeutet.

Ebenfalls nach nur gut einem Jahr war das italienische Kapitel im Arivo-Hotel am Forchheimer Bahnhof wieder beendet. Paolo Zagarella hatte dort im Oktober 2024 sein „Casa di Paolo“ eröffnet. Leer blieb es nicht, denn Kathrin Grüner aus dem Lübbis in der Apothekenstraße zog ein und hat das Lokal übernommen. Wieder unter dem Namen Gutlands mit dem Zusatz „by lübbi“.

Verabschieden mussten sich die Forchheimerinnen und Forchheimer 2025 vom Café Mittendrin in der Wiesentstraße, das vier Jahre lang von der Lebenshilfe betrieben worden war. Seit der Schließung im September steht der Laden leer.

Ein Café mit Wiener Kaffehaus-Flair sollte es werden, mit originaler Sachertorte, süßen und herzhaften kleinen Mahlzeiten. Die Planungsphase war schon abgeschlossen, die Eröffnung für 30. März geplant. Dann verschob Betreiber Matthias Brichac den Termin immer wieder nach hinten, der Umbau schien stillzustehen, bis klar war: Das Café wird nicht kommen. Ein neuer Nachmieter steht noch nicht fest.

Aktuell nicht mehr geöffnet hat das Turkish Homekitchen unweit der Kaiserpfalz. „Vorübergehend dauerhaft geschlossen“, steht auf einem Zettel an der Tür. Wir haben nachgefragt, wie es mit dem Lokal weitergeht.

Nach rund 40 Jahren hat das Gasthaus Marktplatz in Forchheim geschlossen - Inhaber Hermann Kotz verabschiedete sich mit emotionalen Worten. Wenige Wochen nach der Schließung dann die guten Nachrichten: Das Lokal bleibt nicht lange leer! Die neuen Pächter sind keine Unbekannten und sind seit ihrer Neueröffnung am ersten Dezember-Wochenende sind sie wieder eine Anlaufstelle für fränkisches Essen in Forchheim.

Und Birgit Hempel geht nach acht Jahren als Pächterin im beliebten „Schindler-Keller“ im Forchheimer Kellerwald neue Wege. Wohl Anfang April 2026 will sie das Restaurant „Drei Bauern Stüberl“, das zuletzt eine Pizzeria beheimatete, an der Klosterstraße wieder zum Leben erwecken. Ihr Motto bleibt wie auf dem Schindler-Keller: „Fränkisch - Regional - Frisch“. Konkret bedeutet das für Liebhaber fränkischer Küche eine weitere neue Anlaufstelle in Forchheim.

Am Paradeplatz ist ebenfalls schon seit Längerem eine Neueröffnung angekündigt: Neben dem ehemaligen Sport Wolf entsteht ein neues, asiatisches Lokal: Parasia soll es heißen, die Umbauten laufen bereits seit Längerem. Die Eröffnung musste bereits nach hinten verschoben werden, einen konkreten Termin gibt es noch nicht.

Und noch ein seit mehreren Jahren leerstehendes Lokal wird wiederbelebt: Das Schlößla, frühere Kultkneipe, hat einen neuen Pächter: Andreas Platanitis, der seit 2011 seinen Grillimbiss Andys P1 beim Einkaufszentrum Süd betreibt, hat viele Ideen für das neue Schlößla. Im März 2026 soll es losgehen.

Ebenfalls auf der Suche nach einem neuen Pächter für die Vereinsgaststätte ist der 1. FC Burk. Die frühere Pizzeria Pinocchio hatte bereits im Juli geschlossen - auf die Gründe wollte der Verein nicht näher eingehen, der Pächter Stefano Villani selbst, war nicht zu erreichen.