Landkreis Nürnberger Land - Nun äußert sich auch das IHK-Gremium Hersbruck zur Komplettsperrung der Bahnstrecke zwischen Hersbruck und Pegnitz. Vorsitzender Swen Heckel spart dabei nicht mit Kritik und stellt eine klare Forderung auf.
25.09.2025 14:00 Uhr

Die Komplettsperrung der Bahnstrecke zwischen Hersbruck und Pegnitz stellt für die Region eine massive Belastung dar. Das betont das IHK-Gremium Hersbruck (IHKG) in einer ersten Bilanz, nachdem die Verbindung überraschend am 19. September 2025 eingestellt worden war.

Pendlerinnen und Pendler, aber auch Unternehmen und der Güterverkehr seien gleichermaßen betroffen, heißt es in der Pressemeldung des Gremiums. Grund für die Sperrung sind laut Deutscher Bahn gravierende Sicherheitsmängel an mehreren Brücken im Oberen Pegnitztal.

Zeitliche Überschneidung mit B14-Sperre sei kritisch

„Die ad hoc vorgenommene Komplettsperrung der Bahnstrecke von Hersbruck nach Pegnitz, die aufgrund eines seit vielen Jahren verschleppten zukunftsfähigen Ausbaus der Bahnstrecke Nürnberg – Bayreuth vollzogen wurde, ist eine Extrembelastung für die regionalen Unternehmen und die betroffenen Pendler“, so Swen Heckel, Vorsitzender des IHK-Gremiums Hersbruck. Besonders kritisch sei die zeitliche Überschneidung mit dem Schulbeginn und der sich verlängernden Sperrung der B14 bei Hersbruck.

Sicherheit müsse oberste Priorität haben, dennoch sei diese Notlage vermeidbar gewesen, meint das IHK-Gremium Hersbruck. Der desolate Zustand der Brücken im Pegnitztal sei seit Jahren bekannt. Auch hätten regionale Politik und Wirtschaft immer wieder auf den Zustand der Brücken hingewiesen. Doch statt in eine nachhaltige Sanierung zu investieren, seien Probleme immer wieder vertagt worden. Die Sperrung zeige nach Auffassung des IHK-Gremiums deutlich, wie sehr sich jahrzehntelanges Zögern und das Ausbleiben notwendiger Investitionen nun rächen.

„Sanierung allein reicht nicht“

Dabei genüge es nicht, die Brücken nur zu sanieren: Vielmehr müsse beim Ersatzneubau die lang geforderte Elektrifizierung berücksichtigt werden. Es brauche einen zukunftsfähigen Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale.

Die IHK fordert, dass die Verantwortlichen aus Politik, Bahn und Verwaltung jetzt schnell und entschlossen handeln. „Ich erwarte, dass alle Verantwortungsträger sich unmittelbar und zielorientiert zusammenfinden und zeitnah wirksame Lösungen erarbeiten“, fordert Gremiumsvorsitzender Swen Heckel.


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