Neumarkt - Nach sechs Wochen intensiver Arbeiten an der Bahnstrecke von Nürnberg über Neumarkt nach Regensburg gibt die Deutsche Bahn (DB) einen Zwischenstand bekannt. Ein Abschnitt ist baulich fertiggestellt, andere Gewerke starten erst im März.
20.03.2026 10:00 Uhr

Nach sechs Wochen Korridorsanierung zwischen Nürnberg, Neumarkt und Regensburg informiert die Deutsche Bahn (DB) in einer Mitteilung, dass die Bauarbeiten entlang der Bahnstrecke sowie der Ersatzverkehr stabil laufen.

„Wir arbeiten an allen Gewerken mit Hochdruck und sind überall im Zeitplan. In den nächsten Monaten liegt der Fokus weiter auf dem Gleisbau, den Oberleitungsmasten und den Bahnhöfen, gleichzeitig starten noch im März die Hauptbauarbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik“ wird Lucas Griep, DB-Projektleiter der Korridorsanierung Nürnberg-Regensburg, zitiert. Bis zu 2000 Fachkräfte und 80 große Gerätschaften sind im Einsatz. Das Baugeschehen wird rund um die Uhr aus zwei Logistikzentralen heraus gesteuert, alle Baugeräte sind mit GPS-Trackern versehen.

Seit 6. Februar arbeitet die für das Bahnnetz zuständige DB InfraGO gemeinsam mit den beauftragten Baufirmen an der Sanierung. Noch bis zum 10. Juli wird eine der verkehrsreichsten Bahnstrecken Bayerns grundlegend modernisiert. An den Bahnhöfen haben die Bautrupps die Abbrucharbeiten überwiegend abgeschlossen und bereits neue Personenunterführungen und Fertigteile für Aufzugsschächte eingehoben. 20 Stationen werden modernisiert, neue Bahnsteigkanten und Zuwegungen sind bereits sichtbar.

Bahnsperre zwischen Nürnberg und Regensburg: Hubschrauber sind im Einsatz, um Zeit zu sparen

Entlang der Strecke fahren mehrere große Gleisbauzüge. Zunächst wird der Untergrund ausgetauscht und die Schotterbettung erneuert. Daraufhin werden Schwellen und Schienen ausgetauscht.

Bislang wurden über 60 Kilometer Gleisbett gereinigt und getauscht sowie rund 15 Kilometer Gleis und 32 Weichen vollständig erneuert. Über 1.000 Fundamente für die neuen Oberleitungsmasten sind entlang der kompletten Strecke gegründet worden, 20 neue Oberleitungsmasten sind bereits aufgestellt.

Die Fundamente, die zum Teil bis zu acht Meter tief in der Erde verankert werden, und die Oberleitungsmasten werden auch mit Hubschraubern an Ort und Stelle geflogen, um Zeit zu sparen und schwer zugängliche Abschnitte zügig zu erreichen. Ebenso laufen die Arbeiten zur Stabilisierung der Bahndämme in Pölling und Deining planmäßig. Sie erhalten ein bauliches Korsett, das sie auch bei starkem Regen sicher stützt.

Korridorsanierung Nürnberg-Regensburg: Ersatzverkehr mit Bussen läuft laut DB inzwischen stabil

Zusätzlich sind die Innenanlagen von acht Stellwerken entkernt worden. Die neue Eisenbahnbrücke in Burgthann ist bereits vorgebaut, im Juni wird sie planmäßig eingeschoben. Den Teilabschnitt zwischen Feucht und Abzweig Nürnberg-Reichswald haben die Bauteams bereits baulich fertiggestellt.

Der Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Nürnberg und Regensburg sowie auf angrenzenden Umleiterstrecken läuft nach Einschätzung der DB weitgehend stabil. In Spitzenzeiten sind über 90 Busse im Einsatz. Diese verkehren auf acht Linien und haben seit Beginn rund 24.000 Fahrten und circa 1,8 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Nachdem es in den ersten Tagen punktuell zu Anlaufschwierigkeiten mit Verspätungen und Busausfällen gekommen war, haben sich die Abläufe inzwischen gut eingespielt, heißt es weiter. Die Fahrzeiten und Kapazitäten der Busse hätten sich größtenteils als ausreichend erwiesen. Nur an wenigen Stellen - zum Beispiel auf der Ersatzbuslinie S3 nach Feucht - musste der Fahrplan leicht angepasst werden. Auch die Echtzeitdaten in der Fahrgastinformation funktionieren nun zuverlässig, wie die DB informiert.