Nürnberg - Am 7. und 8. April kommt es in Nürnberg erneut zum Streik: Nach Angaben der Gewerkschaft sollen am Dienstag zunächst nur Wartungsarbeiten in Nürnberg betroffen sein, am Mittwoch werde es dann größere Auswirkungen geben.
04.04.2026 17:33 Uhr

Fahrgäste in Nürnberg müssen vor allem am 8. April 2026 erneut mit Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr im gesamten Stadtgebiet rechnen. Wie die Gewerkschaft Verdi am Karsamstag mitteilte, werden erneut ganztägige Warnstreiks bei der VAG stattfinden. Hintergrund sind die weiterhin stockenden Tarifverhandlungen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Verdi begründet den erneuten Arbeitskampf damit, dass die Arbeitgeber zwar inzwischen verhandlungsbereit seien, zentrale Anliegen der Beschäftigten jedoch gegeneinander aufgerechnet würden. Vor allem werde versucht, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen nur gegen geringere Entgeltsteigerungen zuzulassen. Aus Sicht der Beschäftigten sei dies nicht hinnehmbar.

Streik wird spürbare Auswirkungen auf die An- und Abreise zum Nürnberger Volksfest haben

Der Warnstreik betrifft laut einem Verdi-Sprecher sämtliche Bereiche des städtischen Nahverkehrs: U-Bahn, Straßenbahn und Buslinien werden nach Angaben der Gewerkschaft in großen Teilen stillstehen. Am Dienstag, den 7. April, sollen nach Angaben der Gewerkschaft Wartungsarbeiten in Nürnberg betroffen sein, Mittwoch werde es dann größere Auswirkungen geben. Besonders dann wird dies spürbare Auswirkungen auf die An- und Abreise zum Nürnberger Volksfest haben. Besucherinnen und Besucher müssen sich an diesem Tag auf erhebliche Probleme einstellen.

Nicht vom Streik betroffen sind die S-Bahn-Linien im Raum Nürnberg. Als alternative Anlaufstelle empfiehlt sich daher der Bahnhof Nürnberg-Dutzendteich.

Im Unterschied zu vorherigen Aktionen plant Verdi diesmal offenbar keine zentrale Kundgebung. Die Streikmaßnahmen finden ausschließlich in den Betrieben statt, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft.

Zwar wertet Verdi den Einstieg in ernsthafte Gespräche als ersten Fortschritt. Eine Lösung sei jedoch weiterhin nicht absehbar, solange grundlegende Fragen wie Bezahlung und Entlastungen im Arbeitsalltag gegeneinander ausgespielt würden, so ein Sprecher. Vor diesem Hintergrund sehen die Beschäftigten die Fortsetzung der Warnstreiks als notwendig an, um Druck auf die Arbeitgeberseite auszuüben.