
Bereits 2024 hat die GWS beschlossen, ihre Bestandsgebäude in der Friedrich von Schletz Straße in Forchheim grundlegend umzubauen und aufzustocken. Aus den beiden Wohnblöcken mit den Hausnummern 32 und 34 mit zwei Geschossen sollen zwei moderne viergeschossige Gebäude mit insgesamt 20 geförderten Wohnungen werden.
Das Projekt kam zuletzt ins Stocken, da die Baupreise stark angestiegen waren und die Nachfrage nach der Förderung stark zugenommen hatte. Eine Bewerbung für die notwendigen Fördermittel hatte deswegen keinen Erfolg. Das teilt die GWS Forchheim in einer Pressemitteilung mit und kann verkünden: „Umso mehr freut es uns, dass das Projekt bei der Mittelverteilung im sogenannten Winterpaket doch noch Berücksichtigung finden konnte.“
Dieser Erfolg sei nur durch die Unterstützung verschiedener Persönlichkeiten möglich gewesen, heißt es weiter. GWS-Geschäftsführer Alexander Dworschak richtet einen speziellen Dank an den Forchheimer Landtagsabgeordneten und Parlamentarischen Geschäftsführer der CSU-Landtagsfraktion, Michael Hofmann, der sich nach dem jeweiligen Projektstand erkundigte und den Interessen der Forchheimer in München Gehör verschaffte. Auch Landtagsabgeordneter Hofmann meldete sich in einer Pressemitteilung zu Wort, sprach von einem Gewinn für Forchheim und einem Beispiel dafür, wie kommunales Engagement und verlässliche Landespolitik zusammenarbeiten. Im Rahmen des Winterpakets des Freistaats seien rund 3,1 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt worden.
Insgesamt 20 neue Sozialwohnungen für Forchheim dank Fördermittelzusage
Damit können nun auf rund 1415 Quadratmetern neun Zwei-Zimmer Wohnungen, fünf Drei-Zimmer Wohnungen und sechs Vier-Zimmer Wohnungen entstehen, erklärt Dworschak schriftlich in der Mitteilung. Alle Wohnungen werden im Rahmen der einkommensorientierten Förderung gebaut, das heißt, dass künftige Mieter je nach ihrem verfügbaren Einkommen einen Zuschuss auf die Miete erhalten.
Die Gebäude werden auch einen Aufzug erhalten und der Wohnungsmix versucht dabei für möglichst viele Bedarfsgruppen eine Lösung anzubieten – für Alleinstehende, aber auch für Familien. Das Besondere an dem Bauvorhaben sei, dass dabei eine rein strombasierte Energieversorgung mit einem hohen Anteil an Photovoltaik eingesetzt wird. In Zusammenarbeit mit Energieexperte Timo Leukefeld wurde bereits ein energetischer Kompass für die Planung ausgearbeitet.
Dieser Kompass stellt die geplante Energietechnik – beispielsweise sind Infrarotheizungen vorgesehen - die Berechnung der Energieversorgung, die Wirtschaftlichkeit und die ökologische Betrachtung dar. Ziel ist es, den künftigen Mietern einen Pauschalmietvertag anzubieten, der die Kosten für Heizung, Warmwasser und Strom beinhaltet. Diese Idee des energieautarken Gebäudes fand in Bayern noch keine Umsetzung, so dass man tatsächlich von einem bayerischen Pilotprojekt sprechen könne.
Das Gebäude wird durch überdachte Fahrradabstellanlagen, Carportanlagen und einem Carsharing Angebot ergänzt werden. Nach dem fördertechnischen „Go“ wird nun die Ausschreibung für den Umbau und die Aufstockung erfolgen, sodass der Baubeginn Mitte 2026 zu erwarten ist. Für den Forchheimer Wohnungsmarkt, schreibt Dworschak, ist dies ein wichtiges Zeichen, da gerade in den letzten Monaten die Zahl der Wohnungsbewerber wieder angestiegen ist.



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