Nürnberg - Auch im Jahr 2026 stehen in Nürnberg zahlreiche Großprojekte an: Aufwertung der Innenstadt mit mehr Grün in der Breiten Gasse, Eröffnung des Volksbads, Umzug ins Quelle-Areal und zahlreiche Baustellen. Hier gibt es die Projekte im Überblick.
06.01.2026 09:00 Uhr

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Das Jahr 2026 ist erst wenige Tage alt. Doch schon jetzt werfen zahlreiche Großprojekte in Nürnberg ihre Schatten voraus.

Eine Herzensangelegenheit für viele Nürnbergerinnen und Nürnberg ist dabei die Sanierung des Volksbades. Die Jugendstil-Perle hätte eigentlich schon 2025 fertig sein sollen. Nun ist eine Eröffnung für den Herbst dieses Jahres geplant.

Ebenfalls einer großen Beliebtheit erfreut sich die Blaue Nacht, die jedes Mal weit mehr als 100.000 Besucher nach Nürnberg lockt. 2026 müssen Fans der Kulturveranstaltung allerdings ganz stark sein, denn in diesem Jahr fällt die Blaue Nacht aus. Immerhin: Das Datum für die nächste Ausgabe steht bereits fest.

Es war eine Überraschung, die nicht alle begeisterte, als der damalige Ministerpräsident Hors Seehofer verkündete, dass Nürnberg eine eigene, neue Universität bekommen würde. Zum ersten Mal nun darf die junge Technische Universität Nürnberg so etwas wie ein kleines Jubiläum begehen. Sie feiert ihr fünfjähriges Bestehen.

Ikea hat im ehemaligen Kaufhof in der Nürnberger Königstraße einen Pop-up-Store eröffnet und bietet dort Mitnahmeartikel an. Am Rande der Stadt tut sich dagegen nichts: Das Areal, auf dem ein Möbelhaus gebaut werden sollte, ist im Dornröschenschlaf.

Die N-Ergie hat sich für das Jahr 2026 einiges vorgenommen. Gleich mehrere Großprojekte möchte der Energieversorger in Nürnberg in Angriff nehmen.

Er zählt zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten Nürnbergs - und kommt trotzdem ziemlich trist daher. Dass der Plärrer saniert werden muss, ist seit Jahren klar. 2026 soll nun endlich Bewegung in die Sache kommen.

Einst war sie der Arbeitsplatz für deutsche Spione des Bundesnachrichtendienstes. Nach langem Leerstand kehrt in die ehemalige BND-Villa im Nürnberger Stadtteil St. Johannis neues Leben ein. 108 Hortkinder sind dort ab September untergebracht. Schon jetzt kann man sich über das Kita-Portal der Stadt anmelden.

Die ersten Geschäfte sind schon geöffnet, 2026 füllt sich das ehemalige Quelle-Areal weiter mit Leben: Die Stadt Nürnberg plant den Mega-Umzug mehrerer Ämter ins neue „Stadthaus Q“. Schon im ersten Quartal geht es los.

Nürnberg bekommt 2026 ein neues Ankerzentrum für bis zu 300 Asylsuchende. Nach langen Bauverzögerungen werden zunächst nur wenige Menschen dort leben, doch das wird sich nach und nach ändern.

Der Superblock in Nürnberg-Gostenhof wird die Stadtgesellschaft auch 2026 beschäftigen. Denn das verkehrsberuhigende Konzept ist mittlerweile umstritten. Eine Art „Bürgerrat“ soll in den kommenden Monaten einen Kompromiss ausarbeiten.

In diesem Jahr haben viele Nürnbergerinnen und Nürnberger besonders unter den Baustellen im Stadtgebiet geächzt. Während die Arbeiten am Rathenauplatz abgeschlossen sind, plant die VAG auch 2026 zahlreiche Baustellen im Straßenbahn- und U-Bahn-Netz.

Auch andernorts wird gebaut: Die Breite Gasse soll endlich grüner werden. Neue Beläge, mehr Bäume und Klimapflaster sollen die Einkaufsstraße aufwerten. Mehr Grün soll es auch für die Ambergerstraße in Schweinau geben, die 2026 grundlegend umgebaut wird. Die Bayreuther Straße wiederum wird auch 2026 eine Dauerbaustelle bleiben. Aber ein Ende der Staus ist in Sicht.

Die Nürnberger Gaststätte „Kettensteg“ ist seit Jahren ein Sorgenkind. Nicht, weil sich kein Pächter fände oder finanzielle Sorgen ein Aufleben schwierig machen würden. Die Immobilie ist das Problem, weshalb hier auch 2026 kein Bier fließen wird.

Der Countdown läuft und Nürnberg blickt gespannt auf die Kommunalwahl am 8. März. Bleibt CSU-Mann Marcus König Oberbürgermeister? Und wie gestalten sich die Mehrheitsverhältnisse im künftigen Stadtrat?