Forchheim - Vom Kleinkind bis zum Senior engagieren sich viele Menschen im Landkreis Forchheim ehrenamtlich: Sie blasen hunderte Ostereier aus, sammeln Müll, besuchen Sterbenskranke und sammeln Spenden. Wir haben die positiven Neuigkeiten gesammelt.
27.03.2026 08:00 Uhr

Nun sind sämtliche Stimmen ausgezählt und es steht fest, wer für die nächsten sechs Jahre in die Rathäuser einziehen wird. Zeit also, sich wieder anderen Themen jenseits der Politik zu widmen, zum Beispiel dem Frühling, der nun immer mehr einzieht und uns nach draußen zieht.

Dort erfreuen uns nicht nur Krokusse und Primeln, sondern auch wieder liebevoll geschmückte Osterbrunnen allerorten. Dabei scheint das Motto zu gelten: Je kleiner der Ort, desto mehr prächtig bemalte Eier am Osterbrunnen. Besonders viel Mühe geben sich die Frauen vom Heimatvereins Club 22 in Bieberbach, für die der Osterbrunnen zugleich ein Jungbrunnen ist.

In Muggendorf haben sich junge Mütter zusammengeschlossen und eine Kindergruppe gegründet. Und als wenn das allein nicht schon eine gute Nachricht wäre, war ihre erste Aktion ein Frühjahrsputz im Ort. Die Kinder und Eltern sammelten mehrere Plastiksäcke voller Müll. Schön, wenn sich Familien gemeinsam für ihr Dorf einsetzen!

Auch andernorts verbinden Menschen Freizeitvergnügen und ehrenamtliches Engagement mit einem guten Zweck: Die Theatergruppe der FFW Hallerndorf sorgte nicht nur für amüsante Unterhaltung bei ihren ausverkauften Vorstellungen - ein Teil der Einnahmen wird für eine schwerkranke junge Frau gespendet.

Wie wäre es, mit einem neuen Hobby? Die Eintracht Forchheim hat einen neuen Chorleiter, der große Pläne hat. Neue Sänger und Sängerinnen sind herzlich willkommen. Vorerfahrung braucht man nicht und es muss auch niemand vorsingen. Freude am Singen genügt.

Auch das ist eine tröstliche Nachricht: Seit 30 Jahren kümmern sich der Forchheimer Hospizverein um schwerkranke, sterbende Menschen im Landkreis Forchheim. Ehrenamtliche begleiten alle, die dies wünschen, auf ihrem letzten Weg.

Auch nach schlimmen Schicksalsschlägen tauchen manchmal unversehens Hoffnungsschimmer auf. Nach dem Großbrand auf einem Aussiedlerhof in Geschwand hat eine Welle der Hilfsbereitschaft eingesetzt. Auch eine Spendenaktion wurde ins Leben gerufen, um die betroffene Familie zu unterstützen.

Und auch das ist eine positive Nachricht: Seit Januar gibt es in Forchheim eine Suchtberatungsstelle für Kinder und Jugendliche. Fachleute hielten diese schon lange für dringend notwendig, der Kreisjugendring stellte vor zehn Jahren bereits einen ersten Antrag. Nun bietet der SkF neben seiner Suchtberatungsstelle für Erwachsene auch eine Anlaufstelle für Unter-18-Jährige, deren Angehörige und andere Hilfesuchende.

Gute Nachrichten gibt es auch in und aus der Forchheimer Klosterstraße: Hier entsteht ein neues Wirtshaus: „Birgits Bauernstübla“ nimmt Gestalt an – doch bis zur Eröffnung gibt es für die frühere Schindler‑Keller-Wirtin noch einiges zu stemmen. Wir haben sie auf der Baustelle besucht.

Ein bisschen versteckt, klein – und seit 45 Jahren eine Institution: Der Schaufel‑Keller im Forchheimer Kellerwald feiert ein besonderes Jubiläum. Warum hier Tradition und Leidenschaft so lebendig sind, zeigt ein Besuch bei Wirtin Hilde Schaufel.