
Pressekonferenzen im Profifußball sind schon eine seltsame Veranstaltung. Jede Woche sitzen zwischen Fürth und Kiel Trainer mit (bisweilen abgelaufenen) Wasserflaschen, Fußballschuhen oder Brezen vor der Kamera, um über „das Personal“ und die „Stärken des kommenden Gegners“ zu sprechen. Recht viel mehr erfährt man als Reporter wenige Tage vor dem Spiel oft nicht, weil die Menschen auf dem Podium nicht zu viel verraten wollen, um den „brandgefährlichen“ Gegner und dem natürlich stets hochgeschätzten Kollegen nicht zu viel zu verraten.
Trotzdem sitzen die Journalisten überall in Deutschland jede Woche wieder in Pressekonferenzräumen, um ihrem Gegenüber doch irgendwas zu entlocken und dann möglichst interessante Artikel zu schreiben. In Fürth sind es schon immer weniger Leute, die sich für diese Veranstaltungen interessieren - in den vergangenen Jahren glich die Pressekonferenz im Ronhof bisweilen sogar einem Presse-Dialog zwischen Trainer und Reporter.
Presse-Dialog statt Pressekonferenzen bei der SpVgg Greuther Fürth
Deshalb ging es in dieser Kolumne immer mal wieder um das Leben als „letzter Reporter“. Mancher Text erregte sogar deutschlandweit Aufsehen, weil man daran auch ganz gut die Entwicklungen im (Sport-)Journalismus ablesen konnte, wo es immer schwieriger wird, kostendeckend zu arbeiten und sich deshalb so manche Redaktion die Besuche bei den PKs spart. Auch in Fürth, wo sich zuletzt immer mehr Medien weitgehend aus der tagesaktuellen Berichterstattung zurückgezogen haben.
Deshalb saß der Kleeblatt-Reporter zuletzt wieder häufiger alleine mit Heiko Vogel und der Medienabteilung zusammen. Auch digital wollte kaum mehr jemand dabei sein bei den Pressekonferenzen - die deshalb neuerdings wieder regelmäßig einem Dialog gleichen.




1 Kommentar
Greuther
Hallo, Herr Fischer, dann bleiben Sie halt einfach auch mal daheim. Dann können "die Anderen" wenigstens nicht abschreiben und der Verein spart sich auch den Aufwand. Es wird ja meist eh immer die gleiche Leiher herunter gepredigt.
24.03.2026 18:11 Uhr