Pegnitz/Auerbach/Plech/Bayreuth/Creußen/Hollfeld - Am 22. März, dem Stichwahlsonntag bei der bayerischen Kommunalwahl, steht final fest, wer künftig Bürgermeister oder Bürgermeisterin im südlichen Landkreis Bayreuth und den angrenzenden Gebieten der Frankenpfalz wird. Die Duelle im Überblick:
21.03.2026 11:38 Uhr

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Im südlichen Landkreis Bayreuth und der Frankenpfalz werden die Wähler am kommenden Sonntag, 22. März, erneut um die Stimmabgabe gebeten. Hier finden Sie eine Übersicht zu den Kandidaten, interessante Fakten und Interviews sowie die bereits gewählten Stadt- und Gemeinderäte, mit denen sie zusammenarbeiten werden.

In der größten Stadt des Landkreises, Pegnitz, treten Bürgermeister Wolfgang Nierhoff (PEG) und Stadtrat Stefan Krieg (CSU/FWG) erneut gegeneinander an. Für Amtsinhaber Nierhoff votierten im ersten Wahldurchgang 49,2 Prozent der knapp 7600 Pegnitzer Wähler, für Stadtratsmitglied Krieg 30,7 Prozent. Sie haben nach dem Live-Ticker in einem zweiten Interview erneut Fragen der NN-Leser beantwortet:

Die Steckbriefe der Pegnitzer Bürgermeister-Kandidaten finden Sie hier.

Für Sandra Huber (Grüne) und Peter Kraus (SPD) hat es mit 12,1 beziehungsweise 8,1 Prozent nicht gereicht. Sie ziehen allerdings (wieder) in den Stadtrat ein. Zusammen mit diesen Neulingen:

Wir haben die beiden Unterlegenen gefragt, wen sie bei der Stichwahl unterstützen. Hier finden Sie ihre Antworten.

Ein gewähltes Stadtratsmitglied in Pegnitz tritt sein Amt jedoch nicht an. Ein 28-Jähriger rückt nach:

Auch ein paar Kilometer weiter südlich bleibt es spannend: In Plech begegnen sich Gemeinderätin Heidi Gentsch (SPD) und Gemeinderat Stefan Ditl (ÜWG) in der Stichwahl. Gentsch holte am 8. März 29,3 Prozent der Stimmen, Ditl kam auf 42,3 Prozent. Bürgermeister Karlheinz Escher (ÜWG) stand nach vier Amtszeiten nicht mehr zur Wahl. In Plech hatten erstmals vier Personen um das höchste Amt der Marktgemeinde kandidiert, allerdings reichte es für Gemeinderat Peter Landmann (CSU, 22,1 Prozent) und Werner Schlicker (WG Bernheck, 6,3 Prozent) nicht für den zweiten Durchlauf. Nur einer der beiden äußert sich auf die Anfrage der Redaktion, wen er bei der Stichwahl unterstützt:

Steckbriefe mit Fun Facts von Stefan Ditl und Heidi Gentsch finden Sie hier.

Beide wären auch wieder im Gemeinderat vertreten, der sich bislang wie folgt zusammensetzt:

Creußen: Bürgermeister Martin Dannhäußer (ÜWG-FW) und Maximilian Raimund (CSU) kämpfen in der Stichwahl am Sonntag, 22. März um das Amt des Stadtchefs in Creußen. Im ersten Durchlauf sah das Ergebnis noch so aus: Amtsinhaber Martin Dannhäußer erhielt 42,7 Prozent, die drei Gegenkandidaten Maximilian Raimund 36,0 Prozent, Claudia Stapelfeld 15,4 Prozent und Anne Stöcker-Schmaranz 5,8 Prozent.

Hollfeld: Wie schon bei der Kommunalwahl 2020 treten auch 2026 wieder Bürgermeister Hartmut Stern (Bürgerforum) und Stadtrat Thorsten Ross (WGL) in der Stichwahl gegeneinander an. Der Amtsinhaber konnte in der ersten Runde 48,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, Ross 41,0 Prozent. Der CSU-Kandidat Tobias Ott holte 10,9 Prozent.

Die Steckbriefe der Kandidaten finden Sie hier.

Entgegen des Vorstandsbeschlusses schlägt Ott sich auf die Seite eines der beiden Kandidaten:

Auch in der Stadt Bayreuth, wo insgesamt neun Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters angetreten waren, gibt es eine zweite Runde: Amtsinhaber Thomas Ebersberger (CSU) holte 28,2 Prozent der Stimmen, sein bisheriger Stellvertreter Andreas Zippel (SPD) 34,9 Prozent. Die anderen Kandidaten blieben jeweils einstellig.

Und auch in der benachbarten Oberpfalz werden die Bürger am 22. März wieder an die Wahlurne gebeten: Unter anderem in Auerbach, wo Bürgermeister Joachim Neuß (FW/AA) und Stadträtin Birgit Barth (CSU) es wissen wollen. Barth holte 44,8 Prozent der Stimmen, Amtsinhaber Neuß 33,1 Prozent. Außerdem angetreten waren Felix Müller (19,2 Prozent) und Bernd Scheller (Grüne; 2,9 Prozent). Während ein unterlegener Bürgermeister-Kandidat sich klar für Neuß positioniert, enthalten sich die anderen Parteien bei Wahlempfehlungen:

Bis auf einen Nachrücker-Posten steht auch in Auerbach schon fest, wer in den Stadtrat einzieht.

Noch eine Stichwahl in der Frankenpfalz, nämlich in Hartenstein: Hannes Loos (CSU) hat im ersten Durchgang 46,5 Prozent der Stimmen geholt und geht am Sonntag, 22. März gegen Xenia Küster (Freie Wahlgemeinschaft Hartenstein) in die Stichwahl, die 27,1 Prozent erreichte. Die dritte Kandidatin, Bianca Weigl (Wählergruppe Gemeinde Hartenstein), landete bei 26,4 Prozent der Wählerstimmen. Im Februar waren die drei zum Interview in der Redaktion:

Für viele überraschend dürfte gewesen sein, dass sowohl die Bürgermeisterwahl in Neuhaus/Pegnitz sowie die Landratswahl in Bayreuth bereits im ersten Wahldurchgang am 8. März entschieden worden sind.