Berching - Finn Buchner, Schüler der 10. Klasse aus Berching, sichert sich mit seinem Stadiondach-Modell im Junior.ING-Wettbewerb den dritten Platz- als erster Realschüler überhaupt. Was die Jury überzeugt hat.
13.03.2026 09:00 Uhr

Großer Erfolg für Finn Buchner von der Staatlichen Realschule Berching: Der Zehntklässler hat beim bayernweiten Schülerwettbewerb „Junior.ING“ den mit 100 Euro prämierten dritten Platz in der Alterskategorie ab der 9. Klasse erreicht, wie die Bayerische Ingenieurekammer-Bau in einer Pressemitteilung informiert.

Mit Finn hat demnach erstmals überhaupt ein Realschüler einen Medaillenrang erreicht. Zur Begründung heißt es, dass in seinem Stadiondach-Modell „Hab no koan Nama“ die Tragstruktur gut herausgearbeitet ist. Die beiden gegenläufigen, geneigten Doppelbögen stabilisierten sich gegenseitig und bildeten das Grundgerüst der Arena. Drei weitere Bögen hielten ein elegantes Dach aus Stoff, das in seiner Form an ein Zirkuszelt erinnere.

Finn Buchner aus Berching gewinnt bei „Junior.ING“ mit liebevollem und detailreichem Modell

Während bei vielen anderen Modellen das Dach von unten gestützt werde, habe Finn sein Stoffdach mit Fäden nach oben gezogen und mit den Holzbögen verbunden. Dadurch sei das Modell optimal vor Witterungseinflüssen geschützt – ein zentraler Bestandteil der Aufgabenstellung. Ein weiteres Highlight: der deutlich abgegrenzte Backstagebereich. Es handle sich um ein liebevoll und detailreich gestaltetes Modell, an dem sehr sauber gearbeitet worden sei.

Insgesamt hatte die Jury der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau 155 von Schülerinnen und Schülern entworfene und gebaute Stadiondach-Modelle zu bewerten. Kinder und Jugendliche aus allen Teilen Bayerns und sämtlichen Schularten beteiligten sich am Wettbewerb – von der ersten Klasse bis zur Abiturientin.

Realschüler der 10. Klasse aus Berching ist einer von vielen jungen Ingenieurstalenten in Bayern

„Unser Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie viele junge Ingenieurtalente es in Bayern gibt, wird Werner Weigl, Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, zitiert. Gemeinsam mit dem Juryvorsitzenden Ulrich Scholz kürte er die Gewinner. „Es ist toll, dass die Kinder so zahlreich die Möglichkeit nutzen, durch die Teilnahme an unserem Wettbewerb praktische Erfahrungen mit dem Bauen und Konstruieren zu machen.“

Auch die bayerische Kultusministerin Anna Stolz würdigte die eingereichten Modelle. Sie zeigte sich begeistert von der Kreativität und dem technischen Geschick der Teilnehmenden: „Der ‚Junior.ING‘-Wettbewerb ist eine Herzenssache für mich, weil er junge Talente für Technik und Naturwissenschaften begeistert.“

Der Wettbewerb wird in zwei Alterskategorien durchgeführt: bis zur 8. Klasse und ab der 9. Klasse. Die Landessieger beider Gruppen fahren am 19. Juni zum Bundesentscheid nach Berlin. In der jüngeren Altersgruppe wurden 103 Modelle eingereicht, in der älteren 52.