
Zum ersten Mal fand ein Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Nürnberg statt. Ausrichter war die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Rund 120 Schülerinnen und Schüler präsentierten knapp 80 Forschungsprojekte aus sieben MINT‑Fachgebieten, teilte die Technische Hochschule in einer Pressemeldung mit.
Die Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Schulen wählte zwölf Gewinnerteams aus, die nun bei den Landeswettbewerben in München und Regensburg antreten. Die Gewinner der Landeswettbewerbe werden dann zum Bundeswettbewerb fahren, der vom 28. bis 31. Mai unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Herzogenaurach stattfindet.
„Jugend forscht“ in Nürnberg: Kampf gegen Fachkräftemangel im MINT-Bereich
„Jugend forscht“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb, der Kinder und Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) begeistern soll. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Forschungsprojekte zu frei gewählten Fragestellungen und können sich über Regional‑ und Landesebenen bis zum Bundeswettbewerb qualifizieren.
Beim Wettbewerb in Nürnberg stellten die Schülerinnen und Schüler Projekte aus den Kategorien Technik, Physik, Mathematik/Informatik, Geo- und Raumwissenschaften, Chemie, Biologie und Arbeitswelt vor. Die Bandbreite der Themen reichte von der Entwicklung eines Pagers für den Schulsanitätsdienst über die Untersuchung der toxischen Wirkung von Sonnencreme auf Algen bis zum Bau eines Windkanals, um die Aerodynamik von Insekten zu untersuchen. „Gerade im MINT‑Bereich gibt es aktuell einen großen Fachkräftemangel – umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig für diese Themen zu begeistern“, sagte der Patenbeauftragte und zentrale Koordinator der Ohm-Hochschule, Prof. Dr. Bernhard Kausler.
Bei der Siegerehrung würdigte Nürnbergs Oberbürgermeister das Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Die Zukunft gestaltet die Zukunft: Wir benötigen Menschen, die neue Ideen entwickeln, Unternehmen gründen und sich hier vor Ort engagieren“, sagte Marcus König. „Es freut mich sehr, dass ,Jugend forscht‘ künftig jedes Jahr an der Ohm stattfinden wird.“
Den Regionalwettbewerb „Jugend forscht junior“ (4. Klasse bis 14 Jahre) haben gewonnen: Annelie Krüger und Fritz Kleinlein vom Gymnasium Roth, Julia Beckh vom Willstätter Gymnasium Nürnberg, Manuel Wagner und Julius Schwabe vom Paul-Pfinzing-Gymnasium Hersbruck, Emil-Johann Lutz und Benedikt Stammler vom Wilhelm-Löhe-Gymnasium Nürnberg, Laura Hoffmann vom Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium Windsbach sowie Elias Edel und Matteo Gelf vom Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium Lauf.
Die Preisträger und Preisträgerinnen von „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) sind: Nina Nahlig, Jakob Pfautsch und Paul Kwapil vom Johannes-Scharrer-Gymnasium Nürnberg, Jonas Fröhlich, Louisa Stegbauer und Fiona Seiler vom Leibniz-Gymnasium Altdorf, Ben Scheitl von der Staatlichen Fachoberschule Ansbach, Leon Kohr von der Staatlichen FOS/BOS Triesdorf sowie Philipp Seyferth, Matthias Dick und Philipp Hock vom Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium Lauf.

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