
Die ÖDP-Landratskandidatin Marianne Badura wird von 58 Kandidaten auf der Liste der Partei für den Kreistag Amberg-Sulzbach flankiert. Sie stammen aus 21 verschiedenen Gemeinden - darunter sind Martina Borgmann aus Königstein, Peter Stenzel und Petra Stenzel aus Hirschbach sowie Christian Schmid, Marianne Meidenbauer, Elisabeth Schmid, Siegfried Meidenbauer, Gerhard Meier und Alfons Lobinger aus Edelsfeld.
In ihrem Grußwort bei der Aufstellungsversammlung in Fichtenhof hob die Landratskandidatin besonders den hohen Frauenanteil auf der ÖDP-Liste hervor: Er liegt insgesamt bei 36 Prozent und auf den ersten 20 Plätzen sogar bei 50 Prozent.
Damit sei die ÖDP den meisten konkurrierenden Listen weit voraus, heißt es in einer Pressemeldung. Marianne Badura stellte sich als gebürtige Ammerthalerin vor, die jetzt in der Gemeinde Etzelwang wohnt. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und verfügt als selbstständige Geschäftsführerin eines Planungsbüros über reichlich Managementerfahrung. Auch Verwaltungsabläufe sind ihr nicht fremd, da sie fünf Jahre lang im Bayerischen Umweltministerium gearbeitet hat.
Amberg-Sulzbach: Wofür stehen Marianne Badura und die ÖDP?
Badura betonte, dass eine starke Demokratie mit Bildung und wissenschaftlicher Freiheit beginne und eine Landkreisführung erfordere, die mutig, innovativ und europäisch denkt. Deshalb setze sie auf eine enge Kooperation zwischen der Wirtschaftsförderung im Landkreis, dem Handwerk, den vielen mittelständischen Betrieben, den „Hidden Champions“ in der Region, der OTH Amberg-Weiden und den Schulen im Landkreis, um Innovation, Wissenstransfer und junge Talente vor Ort zu fördern. Der Landkreis stehe vor großen Herausforderungen. Ein wichtiger Baustein für deren Bewältigung sei eine konsequent umzusetzende Energie- und Wärmewende hin zu einer autarken Region des 21. Jahrhunderts. Regenerative Energien stünden dabei nicht nur für Technologiesicherheit, sondern seien ganz eindeutig Garanten für Freiheit, Frieden und Wohlstand. „Energieunabhängigkeit macht uns krisenfest und stärkt unsere regionale Wirtschaft“, so Badura.
Ein zentrales Thema der ÖDP im Landkreis sei die Zukunft der Krankenhäuser in der Region. Diese würden vom Bund und vom Land im Stich gelassen. Erst vor Kurzem habe der Bayerische Landkreistag in einem Brandbrief die Untätigkeit des bayerischen Gesundheitsministeriums kritisiert und beklagt, dass sich die bayerische Krankenhausplanungsbehörde bisher vollkommen aus der Verantwortung ziehe. „Die zuständige Ministerin weigert sich schlichtweg, ihren Job der Krankenhausplanung zu machen“, so Baduras Fazit. Auch im Landkreis Amberg-Sulzbach verweigere sich Landrat Richard Reisinger einer Zusammenarbeit mit dem Klinikum in Amberg. Stattdessen würden teure Doppelstrukturen aufgebaut, und das Defizit des St.-Anna-Krankenhauses steige Jahr für Jahr. Das gefährde die leistungsfähige und qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung in der ganzen Region. Die ÖDP stehe für eine gelebte Zusammenarbeit und mittelfristig für eine Fusion der Krankenhäuser zu einem Kommunalunternehmen – zum Wohl der Bevölkerung und für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung.
Außerdem benötige die gesamte Region einen modernen, digital abrufbaren und intelligent vernetzten ÖPNV sowie ein gut ausgebautes Radwegenetz. Mobilität müsse einfach, flexibel und klimafreundlich sein. Ganz besonderen Wert lege die ÖDP auf Engagement für Natur und Umwelt. Deshalb sei ihr unter anderem Folgendes wichtig: Stärkung des Landschaftspflegeverbands bei der Erhaltung unserer Naturschätze und der Artenvielfalt, Zusammenarbeit mit den Landwirten zur Stärkung des ländlichen Raums, besondere Förderung der ökologischen Landwirtschaft durch die Ökomodellregion und weitere Vermarktungsinitiativen, Schutz des Trinkwassers und der Gewässer sowie Verbesserung der Klimaresilienz durch aktiven Wasserrückhalt in der Landschaft und in Zusammenarbeit mit den Kommunen Gemeinwohlökonomie stärken – das heißt, Ökologie und Ökonomie verbinden, nicht gegeneinander ausspielen.
Die ÖDP-Kandidaten zur Kommunalwahl 2026 im Überblick
Marianne Badura (Etzelwang), Christian Schmid (Edelsfeld), Christoph Zollbrecht (Schmidmühlen), Michael Girbert (Poppenricht), Albert Wild (Vilseck), Daniela Dotzler (Freihung), Christine Birner (Freudenberg), Wolfgang Peter (Freudenberg), Marianne Meidenbauer (Edelsfeld), Claudia Zollbrecht (Schmidmühlen), Hermann Prölß (Freihung), Roswitha Rester (Ensdorf), Jochen Ringer (Hahnbach), Stefanie Girbert (Poppenricht), Maximilian Heimler (Schmidmühlen), Elisabeth Schmid (Edelsfeld), Peter Stenzel (Hirschbach), Franziska Galler (Rieden), Christian Hartinger (Sulzbach-Rosenberg), Corinna Schuhbauer (Illschwang), Franz Kotz (Hahnbach), Hubert Lautenschlager (Ursensollen), Christian Dotzler (Freihung), Petra Stenzel (Hirschbach), Werner Wiesmeth (Freudenberg), Hildegard Seegerer-Thiel (Vilseck), Siegfried Meidenbauer (Edelsfeld), Josef Simon (Kümmersbruck), Katharina Deindörfer (Ammerthal), Richard Schecklmann (Vilseck), Gerhard Meier (Edelsfeld), Josef Weiß (Vilseck), Ludwig Hauer (Ursensollen), Martina Borgmann (Königstein), Benedikt Deindörfer (Ammerthal), Anna-Veronika Zöller (Gebenbach), Stephan Neudecker (Illschwang), Johann Zöller (Gebenbach), Kathrin Farnbauer (Freudenberg), Markus Balleisen (Neukirchen), Thomas Partenheimer (Ammerthal), Christian Farnbauer (Freudenberg), Reinhold Heinl (Birgland), Lucia Marschalek (Etzelwang), Alfons Lobinger (Edelsfeld), Regina Reichel (Kümmersbruck), Ludwig Fischer (Hirschau), Thomas Lehner (Kümmersbruck), Heinrich Wismeth (Ammerthal), Hans Sebald (Neukirchen), Robert Bauer (Kümmersbruck), Richard Lösch (Hahnbach), Markus Posset (Hahnbach), Michael Haberberger (Sulzbach-Rosenberg), Maria Lösch-Ringer (Hahnbach), Artur Lindner (Gebenbach), Barbara Jelinski (Sulzbach-Rosenberg), Lisa Westhäuser (Sulzbach-Rosenberg).



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