
Das „Amerigo“ in der Fürther Gustavstraße, es hat schon einmal schwierige Zeiten überstanden, nun muss es sich erneut Problemen stellen. Die ehemals als Amerigo Trinkhaus bekannte Bar eröffnete 2021 während der Pandemie, als noch nicht absehbar war, wie sich die Lage für die Gastronomie entwickeln würde. Doch das Lokal schaffte es, sich in der Altstadt zu etablieren.
Jetzt allerdings ist die Bar in finanzielle Schieflage geraten. Am Dienstag, 14. Oktober, hat das Amtsgericht Fürth die vorläufige Insolvenzverwaltung über die „Amerigo Gastro und Catering UG“ angeordnet; ein Insolvenzverwalter wurde eingesetzt, der inzwischen die Aufsicht hat und die aktuelle Lage prüft. Momentan könne man noch nichts Genaueres sagen, hieß es auf Anfrage der Redaktion aus der beauftragten Kanzlei von Rechtsanwalt Kai Christian Uhr aus Nürnberg.
Insolvenzverwalter übernimmt: Wie geht es weiter mit dem „Amerigo Trinkhaus“ in der Gustavstraße?
Für Besucher der Bar ändert sich zunächst nichts, denn sie bleibt vorerst geöffnet, worauf die Betreiber auch extra noch einmal in den sozialen Medien hinweisen. Immer wieder hatte es im „Amerigo“ spezielle Events gegeben, etwa Date Nights oder Darts-Wettkämpfe.
Warum die Bar in zentraler Lage in der Kneipenmeile Gustavstraße in Schwierigkeiten steckt, darüber lässt sich momentan nur spekulieren. Die Betreiber waren für Nachfragen bisher nicht zu erreichen. Fakt ist jedoch, dass Gastronomiebetriebe in jüngster Vergangenheit immer öfter in Bedrängnis geraten sind. Als Grund dafür gelten gestiegene Kosten für Lebensmittel und Energie sowie ein gestiegener Mindestlohn für Mitarbeiter. Auch Personal war für viele zuletzt immer schwieriger zu finden.
Und nicht zuletzt sahen sich manche Gastronomen mit der Rückzahlung von Corona-Hilfsgeldern konfrontiert. Auch in Fürth gab es Schließungen oder Pächterwechsel. Das Burgerlokal „Mam Mam“ hinter dem Rathaus etwa schloss vergangenes Jahr. Einer der Gründe: Die Mehrwertsteuer, die Anfang 2024 wieder auf den regulären Satz von 19 Prozent angehoben wurde. Auch das also ein Aspekt, der über das Schicksal von Gastrobetrieben entscheiden kann.


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