Nürnberg/Fürth - Ob Nürnberg, Fürth oder Erlangen – vielerorts werden Bestandswohnungen wieder teurer. Eine neue Analyse zeigt, wo die Preise besonders stark steigen.
26.08.2025 12:50 Uhr

Die Immobilienpreise in Süddeutschland steigen wieder. „In 122 von 140 kreisfreien Städten und Landkreisen in Bayern und Baden-Württemberg liegen die Angebotspreise für Bestandswohnungen im Vorjahresvergleich zumeist moderat im Plus“, heißt es in einer Analyse von Immowelt. Das Immobilienportal untersuchte die durchschnittlichen Angebotspreise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre).

In Bayern haben sich demnach die Angebotspreise von Bestandswohnungen in 81 von 96 kreisfreien Städten und Landkreisen erhöht. Den deutlichsten Anstieg im gesamten süddeutschen Raum verzeichnete Erlangen, wo sich der Quadratmeter im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent auf durchschnittlich 4513 Euro verteuerte. Etwas moderater fielen die Anstiege in Nürnberg (+6,6 Prozent auf 3579 Euro) und Fürth (+2,2 Prozent auf 3533 Euro) aus.

In mehreren anderen Städten Nordbayerns lässt die Trendwende noch auf sich warten. So blieben die Quadratmeterpreise in Würzburg im Vorjahresvergleich nahezu konstant bei 4089 Euro (+0,1 Prozent). In Bamberg (3532 Euro; -1,8 Prozent) und Hof (1682 Euro; -2,3 Prozent) haben sich Eigentumswohnungen sogar vergünstigt.

In München zogen die Angebotspreise in den vergangenen zwölf Monaten dagegen wieder an: Die Landeshauptstadt verzeichnete ein Plus von 4 Prozent auf 8197 Euro pro Quadratmeter. In Augsburg (+6,7 Prozent auf 4353 Euro) und Regensburg (+7,0 Prozent auf 4811 Euro) zeigt sich eine klare Aufwärtstendenz. Passau (3359 Euro) verbuchte mit einem Plus von 10,4 Prozent den zweitstärksten Anstieg im Freistaat, gefolgt vom Landkreis Freyung-Grafenau (1804 Euro) mit 10,3 Prozent.

Kaufpreise liegen trotz Steigerung unter den bisherigen Höchstständen

In Baden-Württemberg kam es ebenfalls vielerorts zu Preissteigerungen: In 41 von 44 Stadt- und Landkreisen legten die Angebotspreise für Bestandswohnungen im Vorjahresvergleich zu, so Immowelt. Das kräftigste Plus verzeichnete Ulm mit einem Anstieg von 11,2 Prozent auf durchschnittlich 4367 Euro pro Quadratmeter.

Trotz der jüngsten Erholung liegen die Kaufpreise in allen untersuchten süddeutschen Städten und Landkreisen unter ihren bisherigen Höchstständen vom Sommer 2022. In Bayern fällt der Rückgang in den hochpreisigen Landkreisen Starnberg (-17,9 Prozent) und Fürstenfeldbruck (-16,8 Prozent) am deutlichsten aus. Auch in der Landeshauptstadt München liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis noch um 11,7 Prozent unter dem Höchstwert von 2022.