Landkreis Roth/Schwabach - Die Kreisklinik Roth plant gemeinsam mit dem Landkreis Roth, Diakoneo und der Stadt Schwabach die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Ein Strukturgutachten soll Anpassungen in der Region untersuchen. So ist der Zeitplan.
03.07.2025 09:20 Uhr

Gemeinsame Anstrengungen für die Krankenhausversorgung: Die Kreisklinik Roth hat ein Strukturgutachten in Auftrag gegeben, das die Gesundheitsversorgung in der Region unter die Lupe nehmen wird (wir berichteten). Hierbei eng eingebunden sind neben dem Landkreis Roth insbesondere Diakoneo als Träger des Schwabacher Hauses sowie die Stadt Schwabach.

Die Ergebnisse werden Einfluss haben auf weitere Planungen und die Frage, was an welchem Standort geboten werden kann, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Das Ziel ist indes klar: „Wir tun unser Möglichstes für hochwertige, medizinisch umfassende und erreichbare Betreuung unserer Bürger“, betonen Schwabachs Oberbürgermeister Peter Reiß und der Rother Landrat Ben Schwarz. Speziell vor dem Hintergrund der derzeit laufenden Krankenhausreform stellt dies vor besondere Herausforderungen. Den Weg für das Strukturgutachten hatte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention zwischenzeitlich eröffnet, im Rahmen der Aufgabe des Freistaats, entsprechende Krankenhausplanung zu betreiben.

Welche Anpassungsschritte sind nötig?

Ziel ist es, die notwendige Gesundheitsversorgung in der Region zu definieren – die allerdings einhergehen muss mit tragfähigen betriebswirtschaftlichen Bedingungen. Dafür werden unterschiedliche Zukunftsszenarien skizziert und bewertet. Mit einfließen werden sowohl die aktuellen Angebote der Kliniken als auch potenzielle Anpassungen, vornehmlich vor dem Hintergrund der Krankenhausreform (KHVVG). Was abstrakt klingt, bedeutet übersetzt: Das Gutachten soll fundierte Aussagen darüber treffen, welche Anpassungsschritte an beiden Standorten notwendig sind, um für die Region auch in Zukunft eine bedarfsgerechte, leistungsfähige und moderne Patientenversorgung zu gewährleisten.

Dem Gutachten vorgeschaltet war ein vorgeschriebenes Vergabeverfahren. Weil es von staatlicher Seite gefördert wird, musste erst der sogenannte vorzeitige Maßnahmenbeginn vorliegen, ehe ein Auftrag vergeben werden konnte – ein Grund, warum die Tinte auf den Verträgen noch frisch ist. Gerade, weil die zu erhebenden Daten komplex und die Gemengelage herausfordernd ist, rechnen die Beteiligten mit Ergebnissen in einem guten halben Jahr. Erste Zwischenberichte dürfte es allerdings wohl bereits früher geben. „Wir sind überzeugt, dass uns die Ergebnisse in der Bewertung eine Hilfe sein werden“, sagen Peter Reiß und Ben Schwarz unisono.

Eine Einschätzung, die Nadine Ortner als Vorständin der Rother Klinik teilt. „Für die Kreisklinik Roth ist das Gutachten ein wichtiges Steuerungsinstrument, um den demografischen, wirtschaftlichen und medizinischen Herausforderungen nachhaltig und strategisch zu begegnen.“