Nürnberg - Das Zittern hat ein Ende: Nachdem bis zuletzt nicht klar war, ob die nötige Zahl an Käufern dem Nachvertrag zustimmt, gibt es nun Gewissheit. Zumindest im "Park Lane" in der Bayreuther Straße.
02.10.2023 18:39 Uhr

Hinter das Wohnquartier Park Lane in der Bayreuther Straße 20 kann der vorläufige Insolvenzverwalter der Nürnberger Project-Gruppe einen Haken setzen. Die Erlanger Firma Mauss Bau hatte als neuer Generalunternehmer alle drei Nürnberger Bauprojekte übernommen - um weiter bauen zu können, mussten 95 Prozent der Käufer den Nachvertrag unterschreiben und so zustimmen, dass sie von nun an bis zur Fertigstellung auf Schadenersatzforderungen verzichten.

Für das "Park Lane" mit seinen 134 Wohneinheiten war die Frist Freitag Nacht abgelaufen. Nun ist klar: Bei der Abstimmung wurde die erforderliche Rücklaufquote der Zustimmungen sogar überschritten.

Auch der Insolvenzverwalter ist erleichtert

Nicht nur die Käufer, auch der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm ist erleichtert: „Die Zustimmung der Käufer zeigt, dass die gefundene Lösung der richtige Weg ist." Dies bestärke die Insolvenzverwaltung in ihrem Ziel, wo immer möglich auch bundesweit die Projekte mit Generalunternehmern fertigzubauen. "Die Käufer haben erkannt, dass der Verzicht auf Schadenersatzansprüche wegen der Bauverzögerung im Vergleich zu den Alternativen ein sehr kleines Opfer ist. An einer Bauruine ist niemand interessiert.“

Die Hoffnung aller Beteiligten ist nun, dass auch bei den Projekten "Max.life" in der Maximilianstraße und dem "East Side" in der Ostendstraße pünktlich die nötige Zahl an Zustimmungen erreicht wird. Hier haben die Käufer, unter denen auch ein kleiner Teil auch in alle Welt verstreute Finanzinvestoren sind, Zeit bis zum 4. Oktober.