
Die Umfrage wurde vom Verkehrsclub ADAC Nordbayern finanziert und vom Nürnberger Meinungsforschungsinstitut infas quo, das zur Infas-Gruppe gehört, durchgeführt.
Es wurden insgesamt 536 Personen aus Nürnberg im Rahmen einer repräsentativen Umfrage befragt. Angesichts der hohen Zustimmungsquote fordert der ADAC-Vorstand Thoma Dill, "dass der Umbau des Frankenschnellwegs möglichst schnell erfolgen soll". Parallel dazu wurde die Meinung von 921 ADAC-Mitgliedern im Rahmen einer zweiten Umfrage eingeholt.
Hier lag die Zustimmungsquote für den Ausbau mit 87 Prozent der Befragten noch höher. Das zweite Ergebnis ist wenig überraschend, denn der ADAC ist auch ein Interessenvertreter der Autofahrer. Überraschend ist, dass im Rahmen der repräsentativen Umfrage eine deutliche Mehrheit der Befragten keine Umplanung angesichts der Klimawandels haben möchte. Nur 13 Prozent sprachen sich für eine Umplanung aus. Die Befragung wurde digital und die Repräsentative Umfrage ohne Nennung des Auftraggebers durchgeführt.
Repräsentative Umfrage
Zuletzt hatten vor einigen Monaten die Mitglieder vom Bund Naturschutz (BN) Nürnberg es abgelehnt, einen Kompromiss, den die Vereinsspitze mit der Stadt Nürnberg ausgehandelt hatte, mitzutragen. Der Kompromiss hätte bedeutet, dass der BN seine Klage vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen die Planungen für den kreuzungsfreien Ausbau hätte zurückziehen müssen. Daraufhin forderten Mitglieder des ADAC, dass der Verkehrsclub eine Umfrage zum Frankenschnellweg durchführt.
Der Frankenschnellweg wird zwischen Rothenburger und Schwabacher Straße täglich von 58.000 Autos befahren und gilt als sehr stauanfällig. Davon fallen 87 Prozent auf sogenannte Ziel- und Quellverkehre innerhalb der Stadt, Verkehre von außerhalb mit Ziel Nürnberg oder Verkehre von Nürnberg mit Ziel außerhalb der Stadt an. Die ursprüngliche Planung wurde 2013 abgeschlossen und 2020 erweitert. Seit 2013 läuft die juristische Auseinandersetzung.



7 Kommentare
HansL
Die ursprüngliche Planfeststellung wurde 2013 abgeschlossen. Aber mitnichten die Bauausführungsplanung. Bei deren Erstellung hat man erst gemerkt, dass der Tunnel nicht wir geplant gebaut werden kann. Vor allem deshalb gab es 2020 eine ergänzende Planfeststellung. Für die die neue Ausführungsplanung frühestens Ende nächsten Jahres vorliegen wird. Erst dann kann es Ausschreibungen geben, die mindestens 15 Monate dauern.
Aber auch die Pläne für die vor Baubeginn nötigen Spartenverlegungen werden erst noch erstellt.
Selbst die Stadt geht davon aus, dass vor 2025 nichts passieren kann. So wurde es im Finanzplan für dieses Projekt beschlossen.
Aber auf SÖR ist Verlass: Die nötigen Pläne werden auch bis 2025 nicht vorliegen. Diese Truppe schafft es noch nicht einmal, Pläne für die Planfeststellung der Hafenbrücken vorzulegen, deren Neubau wirklich dringend wäre.
Aber einen Autobahntunnel wollen sie bauen! Mit welchem Know How eigentlich?
Die anhängigen Klagen haben bisher nichts verzögert!
27.11.2021 12:40 Uhr