
Der Schutz der Bevölkerung bei Gefahrstoffunfällen und anderen außergewöhnlichen Gefahrenlagen im Landkreis Ansbach wird weiter ausgebaut: Ein neues Spezialfahrzeug kann künftig chemische, biologische, radioaktive und nukleare Gefahren frühzeitig erkennen. Der sogenannte CBRN-Erkundungswagen wurde jetzt der Freiwilligen Feuerwehr Mönchsroth, nahe Dinkelsbühl im südlichen Landkreis Ansbach übergeben.
Das Fahrzeug sei mit hochempfindlicher Messtechnik ausgestattet und funktioniere wie ein mobiles Labor. Es könne unbekannte Stoffe identifizieren, deren Konzentration messen und die mögliche Ausbreitung von Schadstoffen berechnen, erklärt ein Landratsamtssprecher. Dadurch können Einsatzkräfte Gefahrenbereiche schneller festlegen sowie Sperr- und Schutzzonen gezielter einrichten.
Feuerwehr Mönchsroth übernimmt neuen Gefahrgut-Erkundungswagen
Stationiert wird der Erkundungswagen bei der Feuerwehr Mönchsroth, die auch für Betreuung und Ausbildung am Fahrzeug verantwortlich ist. Landrat Marco Meier betonte bei der Übergabe die Bedeutung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte: „Es ist beruhigend zu wissen, dass wir im Landkreis über diese wichtige Ausstattung verfügen.“ Die Anschaffungskosten von rund 311.000 Euro trägt vollständig die Bundesrepublik Deutschland. Auch die laufenden Unterhaltskosten werden vom Bund übernommen.
Der neue CBRN-Erkundungswagen ist Teil des Gefahrgutzugs im Landkreis Ansbach. Dieser setzt sich aus Fahrzeugen der Feuerwehren Schnelldorf, Feuchtwangen, Rothenburg ob der Tauber und Mönchsroth zusammen. Geleitet wird die Einheit von Kreisbrandmeister Manfred Grasser.
CBRN stehe für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren. Solche Lagen können etwa bei Industrie- oder Verkehrsunfällen, Naturereignissen, Bränden mit Gefahrstoffen oder auch durch vorsätzliche Angriffe entstehen. Das Fahrzeug kann Luft-, Flüssigkeits- und Feststoffproben sichern sowie wichtige Messdaten in Echtzeit an die Einsatzleitung übermitteln, heißt es aus dem Landratsamt.
In Bayern erhält jeder Landkreis sowie jede kreisfreie Stadt ein solches Erkundungsfahrzeug. Im Kreis Ansbach sind damit inzwischen fünf vom Bund bereitgestellte Katastrophenschutzfahrzeuge stationiert.


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