
900 Vollzeitstellen sollen im Nürnberger Bosch-Werk abgebaut werden. Und so ist es kein Wunder, dass das Werksgelände das Zentrum der Warnstreiks ist, zu denen die IG Metall Nürnberg nun aufgerufen hat.
Am Freitag, 6. November, sollen die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie früher Schluss machen und möglichst um 11 Uhr zum Mitarbeiterparkplatz beim Werksgelände von Robert Bosch NuP1 in der Turnerheimstraße kommen. Dort ist eine Veranstaltung unter dem Motto „Es geht um die Wurst“ geplant.
Warnstreiks auch bei Diehl, Federal Mogul und Schaeffler
Zum Warnstreik aufgerufen sind die tarifgebundenen Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Nürnberg und dem Nürnberger Land. Dazu zählen unter anderem MAN, Siemens, Siemens Energy, Diehl, Schaeffler/Vitesco, Robert Bosch, EMUGE, ZF Gusstechnologie, Federal Mogul und Bosch Rexroth.
Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Entgelt und 110 Euro mehr Ausbildungsvergütung. „Das Angebot der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde ist eine Provokation. Unterm Strich steht ein Reallohnverlust für die hart arbeitenden Beschäftigten“, verdeutlicht Andreas Weidemann, Erster Bevollmächtigter der Gewerkschaft. Bisher bieten die Arbeitgeber laut IG Metall eine Einmalzahlung von 664 Euro im Juli 2027, die in kriselnden Betrieben nicht ausgezahlt werden soll, sowie eine einmalige Entgelterhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028.
Der Warnstreik wird als „letzte Warnung“ bezeichnet. „Zeigen die Arbeitgeber keinen Willen zur Einigung, dann werden wir im nächsten Schritt Tageswarnstreiks und die Urabstimmung vorbereiten“, so IG-Metall-Vertreter Weidemann.


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