Nürnberg - Mietwohnungen: knapp und heiß begehrt. Nicht nur in Nürnberg und Region ist der Wohnungsmarkt angespannt. Wer eine vollständige, gute Bewerbungsmappe als Mietinteressent abgibt, kann seine Chancen auf die Wunschwohnung erhöhen. Hier finden Sie Tipps.
24.10.2026 08:00 Uhr

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Eine Wohnungsbewerbung kommt bei der Suche nach einer Mietwohnung zum Einsatz: Wenn man sich nach einer Wohnungsbesichtigung oder direkt auf ein Online-Inserat bei einem Vermieter, einer Hausverwaltung oder einem Makler vorstellt, um die eigene Zahlungsfähigkeit und Zuverlässigkeit, letztlich Tauglichkeit als Mieterin oder Mieter, zu beweisen.

Wer weiß, worauf es ankommt, und mit guten, aussagekräftigen Unterlagen in der Bewerbungsmappe auftritt, erhöht seine Chancen auf die Wohnung. Das kann ein großer Pluspunkt auf dem eh schon angespannten Wohnungsmarkt sein und einen der Wunschwohnung näherbringen.

Zu einer Bewerbung für eine mögliche Wunsch-Wohnung gehören alle Schritte bis zum erfolgreichen Abschluss des Mietvertrags. Der Prozess gliedert sich in drei Schritte: das erste Anschreiben, die Bereitstellung aller wichtigen Bewerbungsunterlagen als Mappe und die spätere Wohnungsbesichtigung vor Ort.

In der Regel erfolgt der erste Schritt auf digitalem Weg, über ein Kontaktformular auf der Webseite des Vermieters, des Maklers oder der Maklerin. Wenn kein Termin für eine Besichtigung bekannt ist, muss man die Wohnungsverwaltung, den Makler oder die Maklerin kontaktieren.

Die Zeit vor der Besichtigung sollte man nutzen, um relevante Dokumente wie Einkommensnachweise und eine ausgefüllte Selbstauskunft digital zu übermitteln. Es empfiehlt sich auch, den Vermieter oder die Vermieterin oder den Makler zu fragen, ob es möglich wäre, einen Termin für eine Einzelbesichtigung zu bekommen – ansonsten gehst du womöglich in der Masse der Bewerbungen unter.

Damit man seine gewünschte Wohnung tatsächlich ergattert, sind Eigenschaften wie Geduld, Einsatzbereitschaft und durchaus auch Hartnäckigkeit gefragt. Besonders in Großstädten, in denen schöne Mietwohnungen rar und schnell vergriffen sind, kommt es umso stärker auf eine überzeugende Wohnungsbewerbung an.

Eine sorgfältige Vorbereitung ist elementar. Sie kann schließlich ausschlaggebend für eine Zusage sein. Daher sollte man bei der Bewerbung darauf achten, das volle Potenzial auszuschöpfen, eine vollständige Bewerbermappe vorzuweisen, ein überzeugendes Anschreiben zu verfassen und schließlich im Beisein des Vermieters vor Ort bei der Wohnungsbesichtigung einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Bei der Jobsuche ist die Bewerbungsmappe längst Standard. Immer häufiger präsentieren sich auch Wohnungssuchende auf diese Art bei Vermietern, insbesondere in Großstädten, in denen die Nachfrage nach Wohnraum hoch ist.

Bei Interesse an einer bestimmten Wohnung, setzt man am besten ein erstes, persönliches Anschreiben an den Vermieter oder die Vermieterin, den Makler oder die Maklerin auf. Das Ziel des Bewerbungsbriefs für die Wohnung: Er soll kompakt auf den Punkt bringen, wer man ist, was einen auszeichnet und warum man der oder die Richtige für die Wohnung ist.

Man sollte aber darauf achten, dass das Bewerbungsschreiben für die Wohnung nicht zu lang wird, das kann Vermieter abschrecken. Dann lesen sie es womöglich erst gar nicht. Man sollte möglichst kompakt mitteilen, dass man Zuverlässigkeit, sowie die finanziellen und persönlichen Voraussetzungen für ein unkompliziertes, angenehmes Mietverhältnis mitbringt. Die Zahlungsfähigkeit beweist man mit den anderen Dokumenten, die zu einer Wohnungsbewerbung gehören.

Wer die notwendigen Unterlagen zur Wohnungsbewerbung, als Mappe zusammengestellt, zum Besichtigungstermin mitbringt, kann sich einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern verschaffen. Es ist empfohlen, sich direkt beim Vermieter zu erkundigen, welche Unterlagen, Dokumente und Nachweise gewünscht sind. Im besten Fall kann man sie schon vorab per Mail schicken und den Vermieter beeindrucken.

Auch den Bewerbungsbrief den Bewerbungsunterlagen beifügen: Er ist die einzige Möglichkeit, dem Vermieter schon vor dem Besichtigungstermin einen persönlichen Eindruck zu vermitteln.

Nun folgt, was ebenfalls nicht in der Bewerbungsmappe für die Wohnung der Wahl fehlen darf.

Im Bewerbungsanschreiben nennt man am besten kurz und knapp die Motive der Wohnungssuche und geht darauf ein, was einem an der Wohnung gefällt, wie zum Beispiel Lage, Helligkeit, Schnitt, Ausstattung oder Infrastruktur. So wird Vermietern und Vermieterinnen sofort klar, dass es sich beim Bewerbungsbrief nicht einfach um ein allgemeines 0815-Anschreiben handelt, sondern dass er individuell für das angebotene Mietobjekt verfasst wurde – ähnlich wie bei einer Bewerbung für einen Job.

Unverzichtbar sind im Anschreiben auch Angaben darüber, wie viele Personen in die Wohnung einziehen sollen, wie sich das Einkommen zusammensetzt und welche beruflichen Tätigkeiten ausgeübt werden.

Schufa-Auskunft für Mieter: Um darzulegen, dass man als Mieter kein finanzielles Risiko darstellt und man seinen Zahlungsverpflichtungen zuverlässig nachkommt, kann man der Bewerbungsmappe einen aktuellen Schufa-Bonitätscheck beilegen.

Diese Schufa-Auskunft ist nicht kostenlos erhältlich. Allerdings lohnt sich die vergleichsweise geringe Gebühr, um etwaige Bedenken zu einer Zahlungsfähigkeit aus dem Weg zu räumen. Sie erhöht die Chancen auf dem Wohnungsmarkt erheblich, da Vermieter finanzielle Risiken bei der Vermietung unbedingt vermeiden wollen.

Mieterselbstauskunft: Das ist ein Dokument, das die familiäre und berufliche Situation mitteilt. Man legt Eckdaten offen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Vermieter können so Bewerber miteinander vergleichen.

Die Selbstauskunft ist in der Regel wie ein Formular oder Fragebogen aufgebaut. Entweder hat der Vermieter ein eigenes Dokument erstellt, das man ausfüllt, oder man bereitet eine eigene Selbstauskunft vor. Diese lässt sich direkt digital übermitteln oder bei der Wohnungsbesichtigung zusammen mit der Bewerbungsmappe überreichen.

Einkommensnachweis und Bürgschaft: Dass man sich Wohnungsmiete und Nebenkosten leisten kann, weist man mit Lohn- oder Gehaltsabrechnungen oder einer Bescheinigung der Arbeitsstelle nach. Selbstständige sollten ihren jüngsten Steuerbescheid vorlegen. Auch kann eine schriftliche Bestätigung über das durchschnittliche Einkommen der letzten Jahre vom beauftragten Steuerbüro hilfreich sein.

Auszubildende, Studierende, Schüler oder jeder mit geringem Einkommen können anstelle eines Einkommensnachweises, eine Bürgschaft der Eltern vorlegen. So haben Vermieter eine finanzielle Sicherheit, wenn es doch einmal zu Zahlungsausfällen bei der Miete kommen sollte.

Mietzahlungsbestätigung: Mit diesem Dokument lässt sich glaubhaft darlegen, dass man in Bezug auf die Miete den Zahlungsverpflichtungen stets pünktlich nachgekommen ist und keine Mietrückstände existieren. Diese Bestätigung kann man sich von aktuellen oder früheren Vermietern ausstellen lassen. In der Regel ist das kein Problem. Ein solcher Mietzahlungsnachweis ist neben dem Schufa-Bonitätscheck ein weiterer Hinweis darauf, dass man über eine positive Zahlungsmoral verfügt.

Bei der Wohnungsbesichtigung handelt es sich um den wohl wichtigsten Schritt der Wohnungsbewerbung. Hier kann man unter anderem durch Pünktlichkeit, zuvorkommendes, positives Verhalten sowie durch ein insgesamt freundliches, offenes Auftreten Sympathiepunkte sammeln und so seine Chancen auf die Traumwohnung erhöhen. Zugleich gilt es, den guten Eindruck aus dem Bewerbungsschreiben zu bestätigen.

Für die Wohnungsbesichtigung sollte man Fragen gezielt vorbereiten, die einerseits mehr relevante Informationen über die Wohnung liefern und andererseits ernsthaftes Interesse als Mieter unterstreichen. Zudem muss man damit rechnen, dass nur ein relativ kurzes Zeitfenster für Fragen bleibt.

Empfehlenswert ist, zum Besichtigungstermin eine weitere Person mitzubringen. So minimiert man das Risiko, etwaige Mängel in der Wohnung zu übersehen. Man sollte die sorgfältig erstellte Bewerbungsmappe persönlich an den Vermieter überreichen und am besten direkt abklären, wie der weitere Verlauf bis zur Vergabe der Wohnung aussieht, wie: Wann wird eine Entscheidung getroffen? Gibt es noch zusätzliche Dokumente, die man bereitstellen soll?

Allgemein werden Mieter bevorzugt, die ein möglichst geringes finanzielles Risiko für Vermieter darstellen. Das gelingt mit entsprechenden Einkommensnachweisen, einem aktuellen Schufa-Bonitätscheck sowie einer Mietzahlungsbestätigung.

Auch das persönliche Auftreten von Wohnungsbewerbern ist entscheidend. Wer unpünktlich zur Wohnungsbesichtigung erscheint, keine Fragen vorbereitet hat oder geforderte Unterlagen nicht zum Besichtigungstermin mitbringt, wirkt unzuverlässig. Das verschlechtert die Chancen bei der Wohnungssuche erheblich.