
Erfolg und Anerkennung für „Hey Freeda“: Der gemeinnützige Nürnberger Verein, der sich gemeinsam mit lokalen Partnerinnen für die Rechte, Bildung und die wirtschaftliche Selbstständigkeit von Mädchen und Frauen in Nepal einsetzt, erhält ein „startsocial“-Beratungsstipendium.
Im Rahmen des Stipendiums stehen „Hey Freeda“ vom 2. November 2026 bis zum 28. Februar 2027 zwei Coaches aus der Wirtschaft zur Seite, wie die Vorsitzende und Gründerin Janine Beck in einer Pressemitteilung berichtet. „Gemeinsam mit ihnen möchten wir unser Engagement für Mädchen und Frauen in Nepal langfristig weiterentwickeln und stärken.“
„Hey Freeda“ unterstützt Mädchen und Frauen in Nepal bei ihrer Schulbildung und der dafür nötigen Versorgung. Denn Armut, Kinderarbeit und frühe Heirat können die Mädchen oft zum Abbruch der Schule zwingen. Auch nach dem Abschluss bleibt Hilfe nötig: Enden Patenschaften, fehlt jungen Frauen häufig das Geld für Ausbildung, Studium und Lebensunterhalt. Der Verein unterstützt sie dabei, ihren Weg weiterzugehen. So begann im September die 19-jährige Rojina aus Nepal ihre Ausbildung im Altstädter Schießhaus/Galileo in Erlangen.
„Hey Freeda“ hat sie nicht nur finanziell unterstützt, sondern stand ihr auch bei der Organisation und bei der Vorbereitung auf die deutsche Sprachprüfung zur Seite und begleitet sie auch nach ihrer Ankunft in Deutschland. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit startsocial. Wir wollen mehr Mädchen und Frauen in Nepal erreichen und unsere Arbeit organisatorisch und finanziell weiterentwickeln“, sagt Janine Beck. „Die Flutkatastrophe hat zusätzliche Not geschaffen, während die Unterstützung im Frauenhaus, in der Ausbildung und bei den Deutschkursen weiter gebraucht wird.“
Nürnberger Verein „Hey Freeda“ arbeitet mit Menschenrechtsaktivistin zusammen
Für die Nothilfe nach der Sturzflut in Nepal im August sammelte „Hey Freeda“ rund 20.000 Euro. In Nepal arbeitet der Verein mit der Menschenrechtsaktivistin Indira Ghale und ihrer Organisation Change Action Nepal zusammen. „Hey Freeda“ beteiligt sich an den Kosten für sichere Unterkünfte, medizinische Versorgung, Schulbesuche, Studium und berufliche Qualifikation. Dazu gehört auch die Unterstützung von Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben und in einem Frauenhaus Schutz finden.
Der Verein „startsocial.de“ bringt seit 2001 soziale Initiativen mit ehrenamtlichen Fach- und Führungskräften zusammen. Der „startsocial“-Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Friedrich Merz. Nach der Beratungsphase werden 25 Initiativen für die Bundesauswahl ausgewählt. Sieben von ihnen erhalten jeweils 5000 Euro, darunter der Sonderpreisträger des Bundeskanzlers.

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