
Vielleicht ist es der viele Beton. Während die Spielvereinigung früher regelmäßig beim Karlsruher SC gewann, darunter kurz vor Weihnachten 2019 auch mal sehr überzeugend mit 5:1, waren die Reisen ins Wildparkstadion zuletzt keine schönen. Seit sie in Karlsruhe aus einem altehrwürdigen Rund mit sandigen Stufen eine moderne Arena gemacht haben, will der Spielvereinigung dort kaum mehr etwas gelingen. Im Februar 2023 verloren die Fürther trotz langer Überzahl 1:2, ein Jahr später sogar mit 0:4, ehe der KSC in der vergangenen Saison ein wenig ansehnliches Fußballspiel gegen taumelnde Fürther irgendwie mit 1:0 gewann.
Auch in dieser Saison taumelte das Kleeblatt lange, hat sich zuletzt aber mit zehn Punkten aus vier Spielen eindrucksvoll aus dem Tabellenkeller nach oben gearbeitet. Das neue Selbstbewusstsein sah man auch am Freitagabend, wo die Spielvereinigung früh mit 1:0 in Führung ging - doch dann schlug der Karlsruhe-Fluch wieder zu. In der Nachspielzeit kassierten die Fürther noch zwei Gegentore, verloren mit 1:3 und verpassten einen weiteren Schritt im Abstiegskampf.
Dennis Srbeny spielt bei der SpVgg Greuther Fürth auf der Sechs
Der Freitagabend begann mit einer Überraschung. Der zuletzt angeschlagene Felix Klaus meldete sich rechtzeitig fit und rückte sofort wieder in die Startelf des Kleeblatts, wo er den gesperrten Maximilian Dietz ersetzte. Dessen Position im zentralen Mittelfeld übernahm diesmal überraschend Angreifer Dennis Srbeny, der an der Seite von Paul Will für Ordnung und Struktur im Zentrum sorgen sollte. Klaus rückte auf die rechte Außenbahn, wo es kurz nach Anpfiff auch direkt gefährlich wurde.
Karlsruhes Dzenis Burnic verlor den Ball am eigenen Strafraum an den aggressiv heraneilenden Branimir Hrgota, dessen Schussversuch zunächst noch geblockt wurde. Srbenys Abschluss konnte Hans Christian Bernat abwehren, doch beim Nachschuss von Noel Futkeu war der Torhüter des KSC machtlos. 1:0 fürs Kleeblatt nach fünf Minuten. Der VAR wollte sich die Szene nochmal genauer anschauen, konnte aber beim Videostudium auch kein Foul von Hrgota an Burnic erkennen.
Mit teils sehr hohem Pressing und viel Mut hielten die Fürther ihren Gegner lange Zeit weit weg vom eigenen Tor, wo sie erst in der 19. Minute selbst für Gefahr sorgten. Torhüter Silas Prüfrock verschätzte sich bei einem ungewollten wie unplatzierten Rückpass eines Kollegen, Will konnte den Karlsruher Shootingstar Louey Ben Farhat aber gerade noch entscheidend stören. Wenige Augenblicke später vergab sein Angriffskollege Roko Simic die größte Chance auf den Ausgleich freistehend (20.). Danach verflachte die Partie, auch wegen einiger Verletzungsunterbrechungen, bis zur Halbzeit erspielten sich beide Mannschaften keine Chancen mehr.
Als Schiedsrichter Marc Philipp Eckermann zur Pause pfiff, da erklang im Wildparkstadion ein lautes Pfeifkonzert. Doch nach Wiederanpfiff dauerte es nicht mal eine Minute, bis die Karlsruher SC jubeln durften. Die Fürther verteidigten viel zu luftig, sodass Burnic von rechts erstaunlich frei vor das Tor passen konnte, wo Rafael Pinto Pedrosa ebenfalls zu viel Platz hatte und zum 1:1 traf (46.). Nach kurzem Schock kam das Kleeblatt mit Verspätung in der zweiten Hälfte an, die Abschlüsse von Klaus, Srbeny und Dehm flogen aber weit über das Tor.
Knapp 20 Minuten vor Schluss nahm die Partie dann wieder mehr Fahrt auf. Erst traf KSC-Kapitän Wanitzek aus kurzer Distanz nur den Pfosten, dann spielten die Fürther einen aussichtsreichen Konter schlecht aus, sodass Bernat eine Hereingabe von rechts noch abfangen konnte. Futkeu scheiterte kurz darauf freistehend an Bernat, das Tor hätte aber ohnehin wegen einer Abseitsstellung nicht gezählt (71.). Ansonsten taten sich beide Mannschaften schwer, sich klare Möglichkeiten herauszuspielen, sodass alles auf ein Unentschieden hindeutete.
In der fünfminütigen Nachspielzeit verfiel die Fürther Defensive allerdings kurz in einen Sekundenschlaf, sodass der eingewechselte Shio Fukuda den KSC zum Sieg schießen konnte. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff erhöhte der ehemalige Nürnberger Fabian Schleusener sogar noch auf 3:1.
Info
Karlsruhe: Bernat; Ambrosius, Franke, Kobald - Pinto Pedrosa (80. Jung), N. Rapp (61. A. Müller), Burnic - Egloff (26. Förster), Wanitzek - Ben Farhat (80. Fukuda), Simic (46. Schleusener). - Fürth: Prüfrock; Dehm (85. Reich), Ziereis, Elvedi, Münz (46. Itter) - Will, Srbeny (85. Green) - Klaus (68. Keller), Hrgota, Ltaief (90.+3 Bjarnason) - Futkeu. - Schiedsrichter: Eckermann (Waiblingen). - Zuschauer: 28.959. - Tore: 0:1 Futkeu (5.), 1:1 Pinto Pedrosa (46.), 2:1 Fukuda (90.+3), 3:1 Schleusener (90.+5). - Gelbe Karten: Ambrosius, Kobald, Rapp / Futkeu.
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4 Kommentare
M95L
...der Spieler für die späten Tore, hat den Toto perfekt gemacht...
21.03.2026 15:34 Uhr