
Die Krise der Autobranche trifft Bayern besonders hart. In der Metropolregion Nürnberg hängt indirekt jeder vierte Arbeitsplatz am Auto, in München, Ingolstadt und Regensburg sind viele Stellen weggefallen. Doch eine Verlängerung für den Verbrennungsmotor ist nicht die Lösung, sondern könnte die Krise noch verschärfen: Dieser Meinung sind zwei Nürnberger Branchenexperten. Ihre Forderung nach einem Verbrenner-Aus ab 2035 wird auch von Fachkräften namhafter Autozulieferer aus der Region unterstützt.
Der Zickzack-Kurs der Bundesregierung und der EU-Kommission stößt auf Kritik in der Auto- und Zulieferbranche, denn viele Unternehmen wünschen sich Planungssicherheit. Die Nürnberger Gregor Schmitt und Christian Eder sind beide seit über 20 Jahren in der Branche tätig und haben für ihre Petition nun über 28.200 Unterschriften erhalten. Zu den Erstunterzeichnern gehören laut Pressemitteilung Führungskräfte von Unternehmen wie Schaeffler, ZF, Valeo und Aumovio.
„Das Festhalten an überholten Technologien schützt keine Zukunft, im Gegenteil: Es gefährdet sie“, sagt der Initiator Schmitt, der als Ingenieur in der E-Mobilität arbeitet. „Wenn Europa jetzt nicht auf Elektromobilität setzt, wird es seine Rolle als führender Technologiestandort verlieren und auch der Wirtschaftsstandort Bayern wird weiter massiv geschwächt.“ Zusammen mit Eder überreichte er nun die Petition „Nein zur deutschen Abkehr vom EU-weiten Verbrenner-Aus 2035“ im Bayerischen Landtag an die Grünen-Abgeordneten Barbara Fuchs und Stephanie Schuhknecht, die den für die Petition zuständigen Wirtschaftsausschuss leitet.


2 Kommentare
Professor21
Das Verbrenneraus vergisst, daß es keine Batterielösungen gibt für die Schifffahrt, Flugzeuge, Sonderfahrzeuge, Baufahrzeuge.
Aber es gibt eine wirtschaftliche Lösung mit Methanol.
China hat kürzlich einen fortschrittliche Kernreaktor, einen Hochtemperatur-Gasreaktor ( HTR-PM), in den kommerziellen Betrieb genommen. Es beabsichtigt damit Methanol in großem Massstab herzustellen. Man erwartet das die Kosten bei ca. 7,3 bis 10,9 Cent/kWh liegen werden. Also nicht weit weg von den Produktionskosten für Benzin, die derzeit bei 7 Cent pro kWh liegen ( incl Beschaffung ohne Steuern ).
China baut hier seine Produktionskapazitäten derzeit massiv aus.
Über 90 Prozent der weltweiten Kapazitäten für erneuerbares Methanol, die sich aktuell im Bau befinden, stehen in China.
Führende europäische Reedereien wie Maersk, CMA CGM oder Hapag-Lloyd haben bereits umfassende Abnahmeverträge mit chinesischen Produzenten geschlossen.
19.03.2026 13:36 Uhr