
Um 4 Uhr startet normalerweise der Betrieb, doch am Donnerstagmorgen werden in Fürth viele Busse stehen bleiben - und zwar 48 Stunden lang, bis Samstagfrüh. Die Infra wird - wie bei den vorherigen Warnstreiks - erneut versuchen, einen reduzierten Fahrplan zu stemmen, vornehmlich mit privaten Verkehrsunternehmen. Ersatzbusse werden dann unterwegs sein.
Auch die U-Bahn-Linie U1 ist vom neuerlichen Ausstand im ÖPNV betroffen, allerdings erst ab Freitag. Der U-Bahn-Betrieb liegt in der Verantwortung der Nürnberger Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG), deren Beschäftigte am Freitag, 20., und Samstag, 21. März, zum Warnstreik aufgerufen sind. Deshalb werden die U-Bahnen am Donnerstag noch regulär zur Verfügung stehen, jedoch am Freitag und Samstag generell nicht – auch in Fürth. Die VAG-Buslinien wiederum fahren voraussichtlich eingeschränkt nach dem NightLiner-Netz. Informationen hierzu finden sich auf der Webseite der VAG.
Streik im öffentlichen Nahverkehr: So sieht es am Donnerstag und Freitag in Fürth aus
Die Ersatzbusse in Fürth werden am Donnerstag und Freitag voraussichtlich im 60-Minuten-Takt auf einem eingeschränkten Streckennetz verkehren, wie die Infra in einer Pressemitteilung ankündigt. Die Linien E71, E72, E73, E75, E77 sollen im 30-Minuten-Takt unterwegs sein, E78, E79 und E33 verbinden jeweils tagsüber bis etwa 23 Uhr unter anderem die Stadtteile Burgfarrnbach, Hardhöhe, Vach, Atzenhof, Oberfürberg und Großgründlach sowie den Flughafen Nürnberg mit der Fürther Innenstadt.
Die NightLiner-Linien der Infra N17, N18 und N20 fahren in der Nacht von Freitag auf Samstag nicht. Von den Einschränkungen ist am Donnerstag und Freitag auch der Schulverkehr betroffen. Die Infra selbst wird, so schreibt das Verkehrsunternehmen weiter, mit einzelnen Verstärkerfahrten unterstützen - soweit es personell möglich ist.
Die geänderten Fahrzeiten sind in der VGN-Verbindungsauskunft hinterlegt und werden in den elektronischen Anzeigern an den Haltestellen angezeigt. Alle Ersatzfahrpläne sowie eine Übersicht des Streiknetzes sind zudem im Internet unter www.infra-fuerth.de/fahrplaene zusammengestellt. Wichtig ist: An den Haltestellen sind keine Sonderfahrpläne ausgehängt. Telefonisch beantwortet die Infra unter (09 11) 97 04 40 00 weitere Fragen.‘
Fahrgäste werden gebeten, sich kurz vor der Fahrt zu informieren und mehr Zeit einzuplanen
Man bedauere die Beeinträchtigungen und rate den Fahrgästen, sich vor Fahrtantritt auf jeden Fall kurzfristig zu informieren und mehr Zeit für die Wege einzuplanen. Im Rahmen des reduzierten Fahrplans könne es auch zu einzelnen Ausfällen und Beeinträchtigungen kommen.
Die Infra rechnet damit, dass der Busverkehr in Fürth ab Samstag, 21. März, ab 4 Uhr wieder fahrplanmäßig anläuft. Fahrgäste, die die U-Bahn nutzen, werden erst am Sonntag wieder regulär unterwegs sein können. Fürther Nachtschwärmer sind von Samstag auf Sonntag noch eingeschränkt unterwegs, da zwar die Infra-NightLiner-Linen fahren, die Linien der VAG (z. B. N9) jedoch das gesamte Wochenende nicht. Die Deutsche Bahn und damit auch die S- und Regionalbahnen sind von dem Streik nicht betroffen.
Mit den erneuten Arbeitsniederlegungen in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg will die Gewerkschaft Verdi in der laufenden Tarifrunde den Druck auf die Kommunen erhöhen. Am kommenden Montag, 23. März, steht der nächste Verhandlungstermin mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband an, bei den bisherigen drei Gesprächen gab es keine Einigung. Verdi fordert unter anderem mehr Lohn und kürzere Wochenarbeitszeiten.


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