
Die Anforderung fasste Alexander Zorniger im Mai 2023 mit einem Neologismus zusammen. Nachdem der neue Trainer die Spielvereinigung vor dem drohenden Abstieg gerettet und zum souveränen Klassenerhalt geführt hatte, formulierte er im Hamburger Volksparkstadion einen Wunsch. Um noch erfolgreicher zu sein, bräuchten sie künftig einen - Achtung, Wortneuschöpfung - „12-oder-14-Tore-Stürmer“, weil dem ambitionierten Coach die sieben Treffer von Ragnar Ache und die drei von Armindo Sieb doch ein bisschen zu wenig waren.
In der Saison 2023/2024 sollte deshalb ein neuer Angreifer Branimir Hrgota als Fürther Torjäger Konkurrenz machen. Dennis Srbeny hatte beim SC Paderborn ja gezeigt, dass er zweistellig treffen kann, weshalb sie beim Kleeblatt große Hoffnung in den Neuzugang setzen. Schon am ersten Spieltag musste Srbeny allerdings nach einem rüden Foul des Paderborners Visar Musliu verletzt vom Platz - und schaffte es in den Monaten danach auch nicht, dem Zorniger-Wunsch gerecht zu werden.
Wenn Dennis Srbeny spielt, ist die SpVgg Greuther Fürth erfolgreich
Ein Tor und vier Vorlagen in der Premieren-Saison, vier Treffer und vier Assists in der vergangenen - es war zu wenig für die Verantwortlichen, die Srbeny deshalb im Sommer 2025 nahelegten, sich doch bitte einen neuen Verein zu suchen. Den hat der Angreifer aber nicht gefunden - zum Glück, wie man inzwischen weiß. Ein „12-oder-14-Tore-Stürmer“ ist er auch im dritten und vermutlich letzten Vertragsjahr nicht, ein X-Faktor im Fürther Spiel aber allemal.
In den fünf Partien, in denen er zuletzt in der Startelf stand, hat das Kleeblatt viermal gewonnen und einmal Unentschieden gespielt. Macht: 13 Punkte aus fünf „Srbeny-Startelf-Spielen“. Alexander Zorniger wäre sicher stolz auf diesen Neologismus.



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