
In den vergangenen Tagen wurde Fürth noch weiß-grüner. Überall in der Stadt sah man zuletzt neue Plakate, mit denen die Fanszene dazu aufrief, in den Ronhof zu kommen. Um auch das Stadion weiß-grüner zu färben, entschieden sich die Spielvereinigung und ihre Fans zudem dazu, das Heimspiel gegen die SV Elversberg zu einem „Schaltag“ zu machen. In einem Video hängte Kapitän Branimir Hrgota seiner Tochter einen weiß-grünen Schal um. Oberbürgermeister Thomas Jung und Hauptsponsorin Ingrid Hofmann verdeutlichten darin neben Fans und Mitarbeitern nochmal, dass auch sie hinter den sechs Worten stehen, die einen ganzen Verein durch schwere Zeiten tragen sollen: „Unser Kleeblatt, das wird niemals untergeh‘n!“
Diesen Spruch sah man am Freitagabend auf vielen Schals, man hörte ihn von den Tribünen - und auf dem Rasen tat die zuletzt schon deutlich verbesserte Mannschaft viel dafür, dass das Kleeblatt tatsächlich nicht untergeht. Zur Pause führten die Fürther 1:0, kämpften danach leidenschaftlich und gewannen dank eines späten Treffers sogar 2:0 gegen den Aufstiegskandidaten aus dem Saarland.
Felix Klaus fällt bei der SpVgg Greuther Fürth kurzfristig aus
Wie zufrieden Heiko Vogel mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Hannover war, sah man beim Blick auf die Aufstellung. Der nach kurzer Krankheitspause genesene Hrgota ersetzte den kurzfristig angeschlagenen Felix Klaus in der Offensive. Ansonsten sollten dieselben zehn Spieler wie beim Auswärtssieg am vergangenen Sonntag den nächsten Schritt zum Klassenerhalt gehen. Die erste Chance der Partie erspielten sich aber die Gäste, die eine große Lücke im Fürther Zentrum nutzten und so David Mokwa freispielten. Der Schuss des Angreifers war jedoch kein Problem für Silas Prüfrock (5.).
Auf der anderen Seite dribbelte Sayfallah Ltaief auf der linken Außenbahn gleich zwei Gegenspieler aus, bereitete dem Elversberger Torhüter mit seinem Schüsschen aber noch weniger Probleme als Mokwa zuvor (8.). Kurz darauf musste Paul Will nach einem Zusammenprall mit Amara Condé wegen einer blutenden Wunde am Auge behandelt werden, konnte aber weiterspielen. In der 20. Minute flog eine Mischung aus Flanke von Schuss von Dennis Srbeny am Elversberger Tor vorbei, in der 21. einer des Ex-Fürthers Lukas Petkov am Fürther Tor.
Nachdem auch Immanuel Pherai mit einem Kopfball nicht erfolgreich war (25.) und ein weiterer Fürther Versuch von Ltaief geblockt wurde (28.) verflachte das Spiel für längere Zeit. Abgesehen von einem Distanzschuss des Elversbergers Lasse Günther, der beinahe über das Dach der Nordtribüne flog, passierte bis zur 42. Minute: nichts. Dann aber klärten die Gäste den Ball vor die Füße von Hrgota, der seine Mannschaft aus 18 Metern in Führung schoss. Das 1:0 brachten die Fürther auch in die Kabine - und waren so zur Pause auf einem guten Weg zum nächsten Sieg.
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff probierte es Jannik Dehm mit einem Freistoß, Nicolas Kristof konnte das 2:0 aber mit einem kleinen Flug verhindern. Direkt im Anschluss überspielten die Gäste das Fürther Pressing und griffen schnell an, Mokwa traf mit der Hacke aber nur das Außennetz (51.). Danach erhöhten die Elversberger den Druck immer weiter, Pherai verpasste nach einem guten Angriff in der 58. Minute den Ausgleich nur um Zentimeter.
Nach einem Elversberger Doppelwechsel weckte die Spielvereinigung den zuvor etwas stiller gewordenen Ronhof wieder auf. Einen aussichtsreichen Distanzschuss von Maximilian Dietz blockte der diesmal unglückliche Srbeny kurz vor dem Tor, danach zwang Paul Will Torhüter Kristof zu einer weiteren Flugeinlage (63.). Dann aber verstummte der Ronhof: Prüfrock rannte im Strafraum in den Elversberger Maximilian Rohr, sodass Schiedsrichter Felix Prigan nichts anderes übrig blieb als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen (66.).
Petkov schnappte sich den Ball, drosch diesen dann aber in Richtung der Anzeigetafel - was den Ronhof komplett eskalieren ließ. Weiter 1:0 fürs Kleeblatt, das die Führung danach sehr leidenschaftlich verteidigte und die Menschen im Ronhof so hörbar verzückte. In der 86. Minute lenkte Prüfrock einen abgefälschten Schuss über die Latte, kurz vor Ablauf der siebenminütigen Nachspielzeit entschied der eingewechselte Lukas Reich das Spiel mit dem 2:0. Danach feierte der Ronhof eine große Party.
Info
Fürth: Prüfrock; Dehm, Ziereis, Elvedi, Münz - Will, Dietz (90. Bjarnason), Hrgota (84. Reich), Srbeny (65. Keller), Ltaief (90. Arifi) - Futkeu.
Elversberg: Kristof; Gyamerah (71. Keidel), Pinckert, Rohr, Günther (85. Adam) - Condé (60. Conté), Poreba - Petkov, Pherai, Zimmerschied (60 Schmahl) - Mokwa (71. Schnellbacher).
Schiedsrichter: Prigan (Deizisau). - Zuschauer: 11.076. - Tore: 1:0 Hrgota (42.), xx. - Gelbe Karten: Dietz / Pherai, Poreba.
Neues von der SpVgg Greuther Fürth
Sie wollen keine News und Storys zum Kleeblatt verpassen? Das ist mit dem neuen WhatsApp-Kanal von NN.de I SpVgg Greuther Fürth ganz einfach. Hier geht es direkt zum WhatsApp-Channel - eine „Schritt für Schritt“-Anleitung finden Sie hier.
Außerdem empfehlen wir Ihnen die Push-Funktion unserer App „NN News“. Hier können Sie das Kleeblatt als Ihr Lieblingsthema auswählen. Die App „NN News“ können Sie über folgende Links downloaden:





4 Kommentare
Der Beobachter
Wir haben es nicht geschafft, in den 6-Punkte-Spielen gegen die Konkurrenz zu bestehen (nur 1 Punkt aus den 4 Spielen gegen Düsseldorf, Dresden, Braunschweig und Magdeburg), dann müssen wir die Punkte zum Klassenerhalt jetzt eben gegen die Aufstiegskandidaten holen. Was mich besonders gefreut hat waren 3 Dinge: zum einen Revanche genommen für das miserable Hinspiel (0:6), zum zweiten ENDLICH im 6. Anlauf zum 1. Mal gegen den „Angstgegner“ Elversberg gewonnen und zum dritten nach Monaten endlich die Abstiegsplätze verlassen (Platz 14). Aus den letzten 8 Endspielen sollten jetzt 10-12 Punkte zum sicheren (mindestens Platz 15) Klassenerhalt reichen. Also jetzt bloß nicht nachlassen !
16.03.2026 02:00 Uhr