Ansbach - Eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei hat sich ein 33 Jahre alter Porsche-Fahrer in der Nacht zum Freitag zwischen A6 und Ansbach geliefert. Im Einsatz waren sechs Streifenwagen und ein Polizeihubschrauber - dann gab es eine überraschendes Ende.
13.03.2026 13:20 Uhr

Einen außergewöhnlichen Polizeieinsatz gab es in der Nacht zum 13. März 2026 im Raum Ansbach. Wie Rolf Kühnhold, Sprecher Verkehrspolizei Ansbach, berichtet, hatte ein 33-Jähriger sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Zunächst war der Raser mit einem Porsche Boxter S unterwegs, danach auch zu Fuß. Schlussendlich wurde der Mann festgenommen.

Doch was war passiert? Wie Kühnhold erklärt, war der Porsche Boxter S sowie dessen 33-jähriger Fahrer gegen 1.10 Uhr Polizisten auf der Autobahn 6 an der Anschlussstelle Ansbach aufgefallen. Die Beamten beschlossen, den Porsche zu stoppen und den Lenker kontrollieren zu wollen.

Doch der Porsche-Fahrer reagierte anders, als es die Polizisten erwartet hatten: Der 33-Jährige gab so richtig Gas, beschleunigte seinen Prosche auf der Bundesstraße 13 auf etwa 250 Kilometer pro Stunde (km/h) und raste in Richtung Stadtgebiet Ansbach davon.

Der Fahrer des Porsche war in Ansbach mit Tempo 150 unterwegs

Selbst innerorts, auf der Philipp-Zorn-Straße, setzte der 33-Jährige seine Flucht mit Tempo 150 km/h fort und wollte sich weiterhin der Kontrolle entziehen. Kurzfristige Erfolge konnte er bei der Verfolgungsjagd auch feiern, so verloren die Polizisten den Wagen aus den Augen, berichtet Polizeisprecher Kühnhold.

Doch eine Streifenbesatzung entdeckte den Porsche in der Bischof-Meiser-Straße wieder, gerade als dessen Fahrer in Richtung Promenade/Schalkhäuser Straße einbog. Zur Unterstützung der Sicherheitskräfte war nun auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz, insgesamt waren laut Kühnhold zudem sechs Streifenbesatzungen verschiedener Dienststellen und Polizeieinheiten beteiligt. Aus der Luft gelang es Polizisten auch, den Porsche Boxter im Baustellenbereich der Schalkhäuser Straße zu lokalisieren - dort hatte der 33-Jährige ihn abgestellt und war zu Fuß geflüchtet.

Verfolgungsjagd mit der Polizei: Porsche-Fahrer rast ohne Führerschein

So ging die Fahndung weiter, schließlich spürten die Polizisten den 33-Jährigen wenig später im Stadtgebiet von Ansbach auf und nahmen ihn fest. Doch da gab es die nächste Überraschung: „Bei seiner Festnahme war der Beschuldigte deutlich alkoholisiert und verweigerte einen Atemalkoholtest“, erklärt Polizeisprecher Kühnhold. Den Fahrzeugschlüssel des Porsche trug er aber noch bei sich.

Eine Blutentnahme wurde angeordnet, ehe die nächsten Kuriositäten zu Tage traten: Die Polizisten stellten fest, dass dem 33-Jährigen die Fahrerlaubnis bereits im September 2025 entzogen worden war. „Ermittlungen ergaben, dass der 33-Jährige aus dem Raum Bamberg zirka 120 Kilometer nach Ansbach gefahren war“, erklärt Kühnhold.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Porsche Boxter sichergestellt. Nun suchen die Ermittler Verkehrsteilnehmer, die durch den Porsche gefährdet wurden oder die das Fahrverhalten des 33-Jährigen beobachtet haben. Erreichbar ist die Polizei unter Telefon (0981) 3576574-0.


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