
Bernhard Heizmann ist neuer Vorsitzender des Bezirksverbands Mittelfranken der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau), wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Demnach kümmert sich der 59-jährige Forstwirt nun vier Jahre lang um die Interessen von Bauarbeitern, Reinigungskräften sowie Beschäftigten der Land- und Forstwirtschaft.
Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten beispielsweise in Nürnberg rund 4320 Menschen im Bauhauptgewerbe und 12.100 in der Gebäudereinigung. Als Bezirksvorsitzender übernimmt Heizmann das Amt von Iris Santoro, die seit dem Frühjahr 2017 an der Spitze der mittelfränkischen IG Bau gestanden hatte.
Bezirksvorsitzender der IG Bau Mittelfranken sagt: „Gute Löhne fallen nicht vom Himmel“
„Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma, im Maler- oder Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen“, betont Heizmannn. „Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel.“ Dass sich die Beschäftigten in der Region für ihre Interessen einsetzen, sei - besonders in unsicheren Zeiten - wichtig.
Unterstützung bekämen Gewerkschaftsmitglieder etwa beim Thema faire Bezahlung, gute Job-Bedingungen und der Mitsprache im Betrieb, aber auch dann, „wenn es Zoff mit dem Chef gibt“, erläutert Heizmann. Er kündigte an, dass sich die IG Bau weiterhin in politische Debatten einmischen werde: „Ein typisches Beispiel ist der Wohnungsbau. Da geht es um bezahlbare Wohnungen und um mehr Sozialwohnungen. Hier ist dringend mehr Unterstützung vom Bund notwendig.“
Auch für die Stärkung der Tarifbindung drängt Heizmann auf ein klares Signal von der Bundesregierung: „Der Tariflohn sollte endlich zur Regel werden.“ Ein „Stoppschild“ fordert Heizmann dagegen für Versuche, arbeitenden Menschen neue Belastungen aufzubürden: „Ob Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des Acht-Stunden-Tags oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – so dreiste Forderungen sind respektlos und gehen an der Realität der Beschäftigten vorbei.“ Gerade auf dem Bau und im Handwerk sei schon heute für viele die Rente mit 65, 66 oder 67 nicht erreichbar.

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