
Im Juni, Juli und August 2022 konnte für jeweils neun Euro der gesamte Nahverkehr in Deutschland genutzt werden. Die Maßnahme war Teil eines Entlastungspakets der Bundesregierung, um die nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine stark gestiegenen Energiepreise für die Verbraucher abzumildern.
Nun explodieren durch den Krieg Israels und der USA gegen den Iran erneut die Kosten für Sprit, Diesel und Erdgas. Vor diesem Hintergrund fordert der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, den monatlichen Abo-Preis des Deutschlandtickets wieder auf maximal 49 Euro zu senken. Aktuell kostet das Ticket nach einer Preisanhebung im Januar 2026 monatlich 63 Euro.
Umwelthilfe: Hohe Spritpreise durch günstigeres Deutschlandticket abfedern
„Die extrem hohen Spritpreise führen vielen Menschen gerade schmerzhaft vor Augen, wie teuer sie die Abhängigkeit vom fossil-betriebenen Auto zu stehen kommt. Wer täglich mobil sein muss, braucht eine verlässliche und bezahlbare Alternative. Genau dafür wurde das Deutschlandticket geschaffen“, so Resch in einer Mitteilung der DUH.
Die Preiserhöhung auf 63 Euro sei ein Fehler gewesen und drohe ein Erfolgsmodell auszuhöhlen. „Statt immer wieder über staatliche Entlastungen beim Spritpreis zu diskutieren, müssen Bund und Länder den Preis des Deutschlandtickets wieder dauerhaft auf maximal 49 Euro senken“, findet Resch.
Zudem brauche es zusätzliche Vergünstigungen für Kinder und Jugendliche, Auszubildende und Studierende, Rentnerinnen und Rentner. Für sie sollte das Ticket laut Resch maximal 29 Euro kosten. „Öffentliche Mittel sollten nicht in die Subventionierung fossiler Kraftstoffe fließen, sondern in einen starken öffentlichen Verkehr“, argumentiert der DUH-Geschäftsführer.
Investitionen in Bus und Bahn würden zudem Klima und Gesundheit schützen und Milliardenkosten durch Staus, Luftverschmutzung und Klimaschäden sparen.
Bereits vor einigen Tagen hatte sich der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sören Pellmann, für eine Neuauflage des 9-Euro-Tickets ausgesprochen, um die Menschen zu entlasten.


3 Kommentare
EaH
Wer sich für die Nutzerzahlen beim D-Ticket von Mai 2023 bis Dezember 2025 interessiert, der wird hier https://dserver.bundestag.de/btd/21/044/2104498.pdf fündig. 14.5 Mio Nutzer zeigen, dass das Angebot gut etabliert ist. Wenn durch gestiegene Spritpreise weitere dazu kommen, dann führt das auch zu höheren Fahrgeldeinnahmen.
11.03.2026 20:34 Uhr