
Die Wahl auf Kreisebene ist dieses Mal so spannend wie lange nicht. Im Rennen um das Landratsamt gehen Amtsinhaber Manuel Westphal (CSU), Herausforderer Markus Gläser (parteilos) und Siegfried Lang (AfD).
Gegenkandidaten hatten die Amtsinhaber früherer Jahre auch schon. Bei dieser Kreistagswahl allerdings hat sich die Konkurrenz hinter einer Person versammelt. Markus Gläser gehört zwar keiner einzigen Partei an, ist aber gleich von fünf nominiert worden. SPD, Freie Wähler, Grüne, ÖDP und FDP haben den Kreisbaumeister zu ihrem Kandidaten gemacht.
CSU gegen den Fünferblock
Auf der anderen Seite steht Landrat Manuel Westphal, der vor sechs Jahren vom bayerischen Landtag ins Landratsamt wechselte und der die starke CSU hinter sich weiß. Die ist im Landkreis auf allen Ebenen die strukturell stärkste Partei, sieht sich bei der Kreistagswahl aber diesmal einer ganzen Phalanx gegenüber.
Unklar ist zudem, wie sich auswirken wird, dass erstmals die AfD mit Siegfried Lang einen Landratskandidaten stellt. Wieviel Prozent wird der Burgsalacher bekommen, wem wird er Stimmen kosten oder steigt durch dieses Angebot am Ende sogar die Wahlbeteiligung? Es wird spannend.
Wie stark wird die AfD?
Auf Ebene des Kreistags gilt das auch. Auch hier macht die AfD erstmals ein Angebot in Weißenburg-Gunzenhausen, allerdings mit vergleichbar wenigen und kaum prominenten Kandidaten. Trotzdem gilt ein Einzug der rechtspopulistischen bis rechtsextremistischen Partei in den Kreistag als sicher.
Wie sich das auf die anderen Parteien auswirkt, dürfte ebenfalls mit Spannung beobachtet erwartet werden. CSU, SPD, Freie Wähler, Grüne, ÖDP, FDP und die Linke kämpfen um Wählerstimmen. Sollte die Linke ebenfalls den Einzug in den Kreistag schaffen, könnte ein Gremium mit gleich acht Parteien auf Kreisebene entstehen.
Acht Listen für 60 Plätze im Kreistag
Dass die CSU - wie noch in früheren Perioden - eine eigene Mehrheit bekommt, gilt unter diesen Vorzeichen als unwahrscheinlich. In jedem Fall wird also ein Landrat darauf angewiesen sein, Partner zu finden, um Mehrheiten zu bekommen.
Auch das Abschneiden der Linken ist nicht uninteressant. Sie waren im letzten Kreistag vertreten, ihr Mandatsträger verließ allerdings während der Periode die Partei nach internen Auseinandersetzungen. Jetzt tritt die Linke wieder mit einer eigenen Liste an und hat zumindest bundesweit Rückenwind.
Neben dem Landratsposten gibt es im Kreistag von Weißenburg-Gunzenhausen insgesamt 60 Sitze zu besetzen. Die Parteien boten auf acht Listen dafür.




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