Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg gibt sich im beginnenden Frühling 2026 einer erstaunlichen Formkrise hin: Nach dem 0:1 in Berlin verliert er auch das Heimspiel gegen Düsseldorf und wehrt sich noch nicht einmal.
09.03.2026 11:07 Uhr

Der Ausflug nach Berlin hatte doch einige Spuren hinterlassen beim 1. FC Nürnberg. Die 1:2-Niederlage bei der Hertha geriet so ernüchternd, dass sie am Valznerweiher zumindest ein wenig wieder in den Abstiegskampfmodus geschaltet haben. Vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf thematisierten die Verantwortlichen auf jeden Fall mehr als einmal, dass der Abstand nach unten keiner ist, auf dem man sich jetzt schon ausruhen kann.

Immerhin sprach für den Club, dass er im eigenen Stadion immer noch zu den besseren der Liga gehört. Darauf hofften gegen die Fortuna auch erstaunlich viele Zuschauer: 32.266 Menschen waren gekommen - und wurden enttäuscht. Nach einem erneut plan- und leidenschaftslosen Auftritt stand am Ende eine verdiente 0:1-Niederlage gegen eine noch nicht einmal überzeugende Fortuna.

Begonnen hatte die Partie mit schlechten Nachrichten für Trainer Miroslav Klose. Mohamed Zoma musste sich schon vor Spielbeginn mit Schulterbeschwerden dienstunfähig melden, Kapitän Fabio Gruber blieb schon nach fünf Minuten auf dem Rasen sitzen und musste durch Styopa Mkrtchyan ersetzt werden.

Ein Treffer des 1. FC Nürnberg zählt nicht

Es entwickelte sich eine Partie, die dummerweise erstaunliche Parallelen zu der in Berlin aufwies. Durchdachte Angriffsaktionen sah man weder von der noch von der anderen Mannschaften. Ein wenig zielstrebiger traten zunächst die Gäste auf, wirkliche Torgefahr aber entwickelten auch die Düsseldorfer nicht - Tanaka scheiterte nach einem Eckball an Jan Reichert (24. Minute).

Auf der Gegenseite bewies Tom Baack nach 31 Minuten, dass er inzwischen einer der torgefährlicheren Spieler seiner Mannschaft ist: Sein Treffer aber zählte nicht, weil Schiedsrichter Timo Gansloweit in der Entstehung ein Foul von Vorbereiter Justin von der Hitz erkannt haben wollte - ein mindestens strenge Entscheidung.

Bis zur Pause passierte dann wieder nichts mehr, wenn man von einem Schuss Noah Maboulous absieht, der abgefälscht sein Ziel doch deutlich verfehlte.

Nach der Pause dauerte es dann acht Minuten und die Fortuna führte. Nach einem abgefangenen Nürnberger Angriff transportierten die Gäste den Ball ohne große Mühe selbst nach vorne, überspielten auf der rechten Nürnberger Defensivseite mit Leichtigkeit von der Hitz und Julian Justvan. Reichert konnte die Hereingabe nur noch so abfälschen, dass sie beim freistehenden Shinta Appelkampf landete, der keine Mühe hatte, ins Tor zu treffen.

Klose reagierte und brachte Piet Scobel sowie Rafael Lubach für die wirkungslosen Adriano Grimaldi und Maboulou. Die beiden Neuen passten sich dem Niveau des Spiels schnell an und rannten sich nach ihrer Einwechslung gleich erstaunliche zweimal gegenseitig über den Haufen. Ansonsten tat die Fortuna nicht viel mehr, als sie musste und der Club konnte weniger, als er vielleicht sogar wollte. So stand am Ende ein 0:1 das wieder ein paar Spuren mehr hinterlassen dürfte.


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