Herzogenaurach - Überraschung in Herzogenaurach: Gerade erst hat Adidas den Vertrag von Vorstandschef Gulden verlängert, jetzt ordnet der Sportartikelhersteller seinen Aufsichtsrat neu. Eine Überraschung ist dabei die Berufung des Springer-Chefs Döpfner.
05.03.2026 17:51 Uhr

Der Sportartikelhersteller Adidas stellt sich nach einem Rekordjahr neu auf. Kurz nach der Verlängerung des Vertrags mit Vorstandschef Bjørn Gulden haben die Herzogenauracher eine überraschende Personalie entschieden: Mathias Döpfner, Vorstandschef des Medienhauses Springer (Welt, Bild), soll neuer Aufsichtsrat werden. Die Hauptversammlung muss am 7. Mai 2026 noch ihre Zustimmung geben, was aber als wahrscheinlich gilt.

Döpfner bringe für die Aufgabe „umfassende Führungserfahrung sowie Expertise in den Bereichen Markenbildung, digitale Transformation und Unternehmensführung“ mit, so der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Rabe. Auch verfüge Döpfner über „wertvolle strategische Einblicke in globale Märkte, Konsumentenbindung und kommerzielles Wachstum“. Es ist eine der letzten Entscheidungen von Rabe: Der ägyptische Milliardär Nassef Sawiris soll ihn als Aufsichtsratsvorsitzenden ablösen.

Adidas verlängert Vertrag mit Gulden und strebt neues Rekordjahr an

Sawiris sitzt seit 2016 in dem Kontrollgremium und ist seit einem Jahr stellvertretender Vorsitzender. Über seine Beteiligungsgesellschaft NNS Holding hält der in Kairo geborene Geschäftsmann rund 3,1 Prozent der Adidas-Aktien, damit gilt er als einer der größten Anteilseigner. Neben der Vertragsverlängerung von Vorstandschef Gulden wurde auch der Vertrag mit Personalvorständin Michelle Robertson verlängert.

Nach einem Rekordjahr mit 24,8 Milliarden Euro Umsatz, einem Plus von 13 Prozent, will Adidas auch 2026 große Erfolge erzielen. Dazu beitragen soll die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko, bei der Adidas zum letzten Mal die deutsche Nationalmannschaft ausrüsten wird.