
Die VR-Bank Mittelfranken Mitte eG und die Raiffeisen Spar+Kreditbank eG Lauf wollen ihre Kräfte bündeln und den Weg in die Zukunft gemeinsam gehen, wie sie in einer Pressemitteilung bekannt geben. Aufsichtsrat und Vorstand beider Banken haben demnach die Aufnahme konkreter Fusionsverhandlungen beschlossen und darüber sowohl Vertreter als auch Mitarbeitende bereits informiert.
In den nächsten Wochen werde nun ein gemeinsames Fusionskonzept erarbeitet, das im Juni den jeweiligen Vertretern beider Banken zur Beschlussfassung vorgelegt werde. Ab sofort liefen „Kooperationsarbeiten“.
Neues Institut wird 138.000 Kunden in Mittelfranken zählen
Um den immer größeren Anforderungen in der Bankenbranche künftig begegnen zu können, planen die beiden Genossenschaftsbanken „die Weichen für eine sichere und wettbewerbsfähige Zukunft für ihre rund 75.000 Mitglieder und 138.000 Kunden zu stellen“. Nachdem beide Banken stabile wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen, wie die Institute betonen, ist der geplante Zeitpunkt für den Zusammenschluss optimal gewählt.
Durch Bündelung der Verwaltungsaufgaben soll künftig beispielsweise mehr Zeit für die Beratung von Mitgliedern und Kunden zur Verfügung stehen, wie es in der Mitteilung heißt.
Beide Kreditinstitute schließen fusionsbedingten Kündigungen aus
Die Bilanzsumme der VR-Bank Mittelfranken Mitte betrug zuletzt zirka 4,6 Milliarden Euro, die der Raiffeisen Spar+Kreditbank Lauf rund 600 Millionen Euro. Das gemeinsame Institut werde damit eine Bilanzsumme von circa 5,2 Milliarden Euro aufweisen und ein betreutes Kundenvolumen von fast elf Milliarden Euro. Damit ist es laut Pressemitteilung eine der großen und überdurchschnittlich starken Genossenschaftsbanken in Bayern.
Mit 25 Filialen im vereinigten Geschäftsgebiet würden weiterhin Dezentralität, regionale Identität und schnelle Entscheidungen vor Ort ermöglicht. Die Mitarbeiterzahlen betragen aktuell 77 in Lauf und 534 in Ansbach. Laut der Mitteilung sollen es in Summe auch künftig „über 600“ sein. Der Zusammenschluss eröffne auch für die Mitarbeiter neue Perspektiven und stärke den Erhalt der Arbeitsplätze vor Ort, heißt es weiter.
So werde es keine fusionsbedingten Kündigungen geben, wie die Vorstände beider Banken versichern: „Alle Mitarbeiter werden benötigt, damit wir in einem inzwischen sehr komplizierten Umfeld die großen Ziele viel besser erreichen. Im Gegenteil: Wir werden als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb noch attraktiver und unsere neue Bank viel besser auf Innovationen und neue Technologien vorbereiten können.“‘




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