Forchheim - Erst die Fusion zwischen Bamberg und Forchheim - und bald kommt ein weiteres Geldhaus hinzu? Die VR Bank plant Großes im Sommer 2026. So sehen die Pläne aus und das müssen Kunden jetzt wissen.
29.01.2026 12:00 Uhr

Die Raiffeisen-Volksbank Haßberge (mit etwa 700 Millionen Euro Bilanzsumme) möchte Teil der mit 3,7 Milliarden Euro größeren VR Bank Bamberg-Forchheim werden. Das teilt die Bank in einer aktuellen Mitteilung mit. „Damit möchten die beiden Genossenschaftsbanken die starke Verknüpfung der Region Haßberge mit Bamberg und ihre wirtschaftlichen Kräfte optimal für ihre Kunden zur Geltung bringen“, heißt es weiter.

Die beiden Banken führten demnach aktuell „sehr zielführende Gespräche“ über „eine gemeinsame Zukunft“. Aufgrund der betriebswirtschaftlich Ausgangslage beider Institute und angesichts der „sinnvollen Synergien einer möglichen Verschmelzung“ liefen die Gespräche sehr zügig.

„Durch den geplanten Zusammenschluss mit der VR Bank Bamberg-Forchheim stellen wir sicher, dass unsere gute wirtschaftliche Lage im Sinne unserer Kunden langfristig stabil bleibt“, sagt Stephan Merz, Vorstandsvorsitzender der RVB Haßberge.

VR Bank Forchheim: „Verschmelzung verbindet wichtige Wirtschaftsräume“

Beide Aufsichtsgremien haben für eine Verschmelzung bereits grünes Licht signalisiert. Damit liege ein Zusammenschluss bis zur finalen Abstimmung der Mitgliedervertreter auf der Vertreterversammlung beider Genossenschaftsbanken im Mai bestens im Plan. Die juristische und technische Fusion wäre im vierten Quartal dieses Jahres geplant.

Kulturell und wirtschaftlich sind die unterfränkischen Gemeinden entlang des Mains Richtung Bamberg, wie Zeil, Sand, Eltmann und Ebelsbach eng mit dem oberfränkischen Landkreis Bamberg verbunden. Viele Menschen pendeln dort regelmäßig, auch viele Betriebe haben Standorte in Bamberg und in den Haßbergen. „Von der Verschmelzung profitieren Privat- als auch Firmenkunden, die in beiden Regionen tätig sind, also besonders“, meint die VR Bank.

„Insbesondere im Firmenkreditgeschäft ergeben sich für die Kunden der RVB Haßberge aufgrund der Größe des fusionierten Instituts auch höhere Kreditvergabemöglichkeiten“, erläutert Joachim Hausner Vorstandsvorsitzender VR Bank Bamberg-Forchheim.

Damit entstünde eine der größten Flächenbanken in Franken: Keine Entlassungen geplant - „im Gegenteil“

Durch die Verschmelzung der Institute ergibt sich ein zusammenhängendes Filialnetz von über 40 Geschäftsstellen und 30 SB-Standorten entlang der beiden wirtschaftlich bedeutenden Achsen A70 und A73 und deren Umland von Haßfurt über Bamberg und Forchheim bis an die Nordausläufer der Großstädte Erlangen und Nürnberg, sowie darüber hinaus in die Fränkische Schweiz. Damit entsteht eine der größten Flächenbanken in Franken, die wegen der hohen Filialdichte „immer noch nah am Kunden und vor Ort erreichbar ist“.

Hausner beschreibt die Vorteile für die Kunden: „Gemeinsam haben wir über 150.000 Kunden, die künftig von erweiterten Leistungsangeboten und höheren Finanzierungsmöglichkeiten profitieren – ohne dabei auf die persönliche Nähe und regionale Verwurzelung verzichten zu müssen.“ Eines der Aushängeschilder der VR Bank Bamberg-Forchheim sei „beispielsweise die vor Ort-Kreditvergabe bis 750.000 Euro in der privaten Immobilienfinanzierung“.

Etwa 600 Mitarbeiter würden durch die Verschmelzung für die Bank tätig sein. Durch den Zusammenschluss gingen auch keine Arbeitsplätze verloren – im Gegenteil, beide Vorstände suchen demnach „aktiv“ qualifiziertes Personal: „Die gemeinsame Bank hat auch die Leistungsstärke, den immer größer werdenden regulatorischen Anforderungen mit gut qualifizierten Fachkräften und personellem Know-how zu begegnen“, so die beiden Vorstandsvorsitzenden.


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