Landkreis Nürnberger Land/Landkreis Erlangen-Höchstadt/Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (West) - Seit Freitagabend kann man in vielen Regionen Bayerns kein Auto mehr zulassen und keinen Führerschein mehr ausstellen lassen. Ein schweres IT-Problem macht die Behörden praktisch arbeitsunfähig. Auch mehrere fränkische Landkreise sind betroffen.
02.03.2026 19:34 Uhr

Wer gerade dringend ein neues Auto anmelden müsste, um weiter in die Arbeit fahren oder seine Kinder aus dem Kindergarten abholen zu können, hat derzeit in vielen Regionen Bayerns Pechs gehabt. Durch ein fehlgeschlagenes Software-Update in einem Rechenzentrum der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern können viele Führerschein- und Zulassungsstellen kaum noch Anliegen bearbeiten. Der Bayerische Rundfunk (BR) hatte zuerst darüber berichtet.

„Aufgrund von technischen Problemen bei der Software eines externen Anbieters können seit Freitagabend in der Zulassungsstelle Weißenburg-Gunzenhausen keine Zulassungen durchgeführt werden“, teilt der dortige Landkreis mit. Auch mehrere Online-Dienste wie Wunschkennzeichen, die Auskunft zu Fahrzeugbriefen oder Online-Zulassungen funktionieren nicht.

Keine Kfz-Zulassungen: Auch Nürnberger Land und Landkreis Erlangen-Höchstadt betroffen

Auch der Landkreis Nürnberger Land informiert darüber, dass aktuell keine Zulassungen möglich sind. „Auch in der Führerscheinstelle kommt es zu Beeinträchtigungen“, heißt es. „Aufgrund technischer Probleme kann gegenwärtige keine Bearbeitung von Zulassungs- und Führerscheinangelegenheiten in den Dienststellen Erlangen und Höchstadt erfolgen“, wird auch von dort mitgeteilt. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt gehen die Verantwortlichen davon aus, dass das Problem auch am Dienstag, 3. März andauern wird.

Laut BR sind derzeit folgende 19 Städte und Landkreise betroffen: die Stadt Amberg sowie die Landkreise Deggendorf, Dingolfing-Landau, Tirschenreuth, Altötting, Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, Miltenberg, Neuburg-Schrobenhausen, Rosenheim, Bad Tölz, Würzburg, Weißenburg-Gunzenhausen, Nürnberger Land, Main-Spessart, Günzburg, Erlangen-Höchstadt und Ostallgäu.

Dieser Fehler sei nicht vorhersehbar gewesen. Jetzt müsste der Vorgang zurückgesetzt werden, so ein Sprecher der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung gegenüber dem BR. Das brauche Zeit, weil dabei große Datenmengen verarbeitet werden müssten. Die Behörde hofft, dass das Problem bis Dienstagmittag behoben werden kann.