Nürnberg - Der Christkindlesmarkt bleibt Nürnbergs touristisches Zugpferd: Mit über 400.000 Übernachtungen war der Dezember 2025 der stärkste Monat seit Beginn der Statistik - und sorgte dafür, dass die Jahresbilanz auch insgesamt leicht positiv ausfiel.
02.03.2026 12:36 Uhr

Kein Mega-Rekord, aber ein leichtes Plus: Mit rund 3,87 Millionen Übernachtungen (Plus von 0,1 Prozent) erreichte Nürnberg 2025 erneut das hohe Niveau des Rekordjahrs 2024 und konnte dieses leicht übertreffen. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Zuwachs knapp 2000 Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis ist insbesondere auf die Entwicklung im Inland zurückzuführen: Während die inländischen Übernachtungen einen Zuwachs von 1,1 Prozent verzeichneten, gingen die Übernachtungen aus dem Ausland um 2,1 Prozent zurück.

Der Christkindlesmarkt bleibt dabei Nürnbergs touristisches Zugpferd. Der Dezember 2025 markiert einen historischen Höchstwert in der Beherbergungsstatistik: Mit 400.578 Übernachtungen (plus 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) wurde erstmals die Marke von 400.000 Übernachtungen in einem einzelnen Monat überschritten. Damit ist der Dezember 2025 der übernachtungsstärkste Monat seit Beginn der statistischen Erfassung.

„Tourismus ist für Nürnberg kein Selbstzweck“

Mit einem Plus von 2,5 Prozent stiegen die touristischen Ankünfte in Nürnberg auf 2.47.101. Nürnbergs Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Andrea Heilmaier betont: „Die Tourismuszahlen zeigen eindrucksvoll, wie stark Nürnberg als Destination aufgestellt ist. Wenn internationale Leitmessen, starke Veranstaltungen und die Attraktivität unserer Innenstadt zusammenkommen, entsteht große Strahlkraft.“ Davon profitierten Handel, Gastronomie, Hotellerie und die Menschen, deren Arbeitsplätze hier gesichert werden. Tourismus sei für Nürnberg kein Selbstzweck, sondern ein zentraler wirtschaftlicher Impulsgeber mit nachhaltiger Wirkung, so Heilmaier in einer Mitteilung der Stadt.

Die aktuellen Zahlen belegten die weiterhin stabile touristische Entwicklung Nürnbergs, so Yvonne Coulin, Geschäftsführerin der Congress- und Tourismuszentrale Nürnberg (CTZ). Besonders die positive Entwicklung im Inland habe dazu beigetragen, das Rekordniveau des Vorjahres zu halten. „Dass dies trotz eines turnusgemäß schwächeren Messejahres gelungen ist, unterstreicht die breite touristische Aufstellung der Stadt“, sagt Coulin.

Mit einem Anteil von 67 Prozent an den gesamten Übernachtungen bleibt Deutschland aus Sicht der Tourismusfachleute der wichtigste Markt. Rund 2,6 Millionen Gäste aus dem Inland übernachteten in Nürnberg, eine Steigerung von 1,1 Prozent zum Vorjahr.

Die Übernachtungen ausländischer Gäste sanken auf rund 1,3 Millionen (minus 2,1 Prozent), davon entfallen 872.274 Übernachtungen (minus 3 Prozent) auf das europäische Ausland. Bei den internationalen Besuchern verzeichneten lediglich Österreich (Plus von 2,7 Prozent) und die Niederlande (Plus von 2,2 Prozent) eine positive Entwicklung.

Weniger Besucher aus den USA in Nürnberg

Bei den übrigen Ländern gingen die Übernachtungszahlen zurück, besonders deutlich in Italien (minus 13,4 Prozent) und Polen (minus 11,6 Prozent). Auch aus dem wichtigsten Fernmarkt USA wurden mit minus 2,9 Prozent weniger Übernachtungen registriert. Aus Sicht der Fachleute ist für den Rückgang in erster Linie der Messekalender verantwortlich, 2025 war turnusgemäß ein „schwaches Messejahr“, in dem mehrere international bedeutende Leitmessen nicht stattfanden. Trotzdem bleiben die Vereinigten Staaten Nürnbergs bedeutendster internationaler Markt, gefolgt von Italien und Österreich.

Nach dem Start im vergangenen Jahr führt die CTZ die Musikfestival-Kampagne „Nürnberg klingt nach!“ weiter. Ziel sei es, die Stadt national und international mit ihren Musikfestivals zu positionieren. Zwei Jubiläen stehen dabei im Fokus: Das Bardentreffen feiert 2026 sein 50-jähriges Bestehen sowie den 450. Geburtstag von Hans Sachs und wird aus diesem Anlass um einen zusätzlichen Veranstaltungstag erweitert. Außerdem begeht das Musikfest ION sein 75-jähriges Jubiläum. Ergänzt wird die Kampagne künftig durch Rock im Park, das das bestehende Portfolio um ein Format mit internationaler Reichweite erweitert. Die für 2026 geplante Wiedereröffnung des Dokumentationszentrums ist ein weiteres Schwerpunktthema in der nationalen und internationalen Pressearbeit.


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