Forchheim - Sieben Menschen wollen Forchheims Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterin werden. Gegen Amtsinhaber Uwe Kirschstein treten sechs Herausforderer an – von CSU über Grüne bis zur Linken. Wir stellen alle Kandidierenden im Porträt vor.
28.02.2026 09:00 Uhr

Sieben Menschen möchten Oberbürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeisterin der Stadt Forchheim werden. Sechs Kandidierende treten am 8. März gegen Amtsinhaber Uwe Kirschstein (SPD) an. Wir haben alle Bewerber porträtiert.

Der Forchheimer OB-Kandidat der SPD: Uwe Kirschstein

Uwe Kirschstein (SPD) ist seit 2016 Forchheims Oberbürgermeister. Der promovierte Informatiker gilt als pragmatischer Entscheider, der Projekte mit klarer Zielsetzung vorantreibt. Privat kocht er gern, hört Musik aus den Achtzigern und lernt Rumänisch. Politisch setzt er auf Windkraft, den Erhalt der Wässerwiesen und realistische Schritte für seine „Lieblingsstadt“.

Uwe Kirschstein spricht im „NN“-Interview über seine Motivation, angefangene Projekte wie Rathaus‑Sanierung, Windkraft und Kita‑Ausbau zu Ende zu bringen. Er betont klare Kommunikation, pragmatische Entscheidungen und verweist auf Erfolge wie Paradeplatz und Schulsanierungen – sowie auf Herausforderungen bei Wohnraum, Haushalt und Klinikum.

Die Forchheimer OB-Kandidatin der CSU: Martina Hebendanz

Martina Hebendanz (CSU) führt eine Forchheimer Traditionsbrauerei und kandidiert für das Amt der Oberbürgermeisterin. Die 49‑Jährige spricht über ihren Weg in Brauerei und Politik, über Disziplin seit Kindertagen, authentischen Wahlkampf und warum sie für Veränderung steht – geprägt von Tradition, Engagement und persönlicher Stärke.

Martina Hebendanz setzt im „NN“-Interview auf Klarheit, bessere Kommunikation und mehr Miteinander in Verwaltung und Stadtteilen. Sie sieht sich als gut wählbare Kandidatin mit Erfahrung aus Familie, Beruf und Politik – und will Klinikum, Königsbad und Innenstadt verlässlich weiterentwickeln.

Der Forchheimer OB-Kandidat der Freien Wähler: Manfred Hümmer

Manfred Hümmer (Freie Wähler) sitzt seit 2008 im Forchheimer Stadtrat und will sich mit 64 Jahren seinen Kindheitstraum erfüllen: Oberbürgermeister werden. Der erfahrene Kommunalpolitiker gilt als detailgenauer Konzeptdenker, gut vernetzt und idealistisch. Er wirbt mit Erfahrung, Nähe zu Bürgern und dem Anspruch, Politik „für alle“ zu machen – vom Workshop‑Start des neuen Stadtrats bis zu mehr Dialog auf Augenhöhe.

Manfred Hümmer tritt zum vierten Mal für die Freien Wähler als OB‑Kandidat an. Der Stadt‑, Kreis‑ und Bezirksrat sieht Forchheim im „NN“-Interview“ in einer politisch festgefahrenen Lage und will Vertrauen, Dialog und ein neues Wir‑Gefühl schaffen. Mit Fachwissen, Erfahrung und klaren Reformideen will er die Stadt aus der Krise führen und gemeinsam mit Bürgern und Stadtrat neu ausrichten.

Der Forchheimer OB-Kandidat der Grünen: Markus Dietz

Markus Dietz (FGL/Grün), lädt für das „NN“-Porträt zum Pasta‑Test ein – und zeigt dabei viel von sich: engagierter Ingenieur, weitgereist, sportlich und mitten im ersten Wahlkampf. In seiner kleinen Wohnung am Markt kocht er Carbonara und spricht über Klimaschutz, Mobilität und seine Motivation, Forchheim mit frischen Ideen zu verändern.

Markus Dietz (37) erklärt im „NN“-Interview“, wie ihn Gespräche in den Stadtteilen motivierten, warum Forchheim aus seiner Sicht Mut, klare Entscheidungen und eine echte Mobilitätswende braucht – und weshalb ein frischer Blick von außen der Stadt gut tun könnte.

Die Forchheimer OB-Kandidatin von „Die Linke“: Linnéa Hümmer

Linnéa Hümmer, 29, tritt für „Die Linke“ als OB‑Kandidatin an und will Forchheim sozialer machen. Die ausgebildete Konditorin und angehende Sozialpädagogin setzt auf Gerechtigkeit, Transparenz und mehr Beteiligung für Menschen, deren Anliegen oft überhört würden. Ihr Ziel: soziale Themen stärken, jungen Stimmen Raum geben und Missstände offen ansprechen.

Die jüngste OB-Kandidatin Linnéa Hümmer will die Anliegen der Bürger direkt in den Stadtrat tragen und frischen Wind in ein aus ihrer Sicht festgefahrenes System bringen. Mit Erfahrungen aus Handwerk, Studium und Sozialarbeit setzt sie auf Gerechtigkeit, Transparenz und mehr Mitbestimmung.

Der OB-Kandidat der FDP: Tino Reichardt

Tino Reichardt (FDP) kandidiert für das Amt des Oberbürgermeisters in Forchheim. Wie der 47-Jährige vom alternativen E-Bass-Musiker zum FDP-Vorstand wurde und welche Eigenschaften er mit seinem Labrador teilt - und ihn zum OB qualifizieren.

Der unabhängige OB-Kandidat: Viktor Naumann

Viktor Naumann, der Wirtschaftsförderer der Stadt Forchheim, tritt als unabhängiger Kandidat gegen seinen Chef Uwe Kirschstein an. Er will jenseits von parteispezifischen Interessen agieren - und vor allem, „neue Perspektiven“ aufzeigen.

Was den 45-Jährigen zu dieser überraschenden Kandidatur bewogen hat, was er in und für Forchheim bewegen will und wie er privat tickt:

Die rund 24.5000 wahlberichtigten Bürgerinnen und Bürger dürfen am 8. März nicht nur ihr Kreuzchen bei der OB-Wahl machen, sondern auch einen Stadt- und Kreistag sowie einen neuen Landrat oder eine neue Landrätin wählen. Die Verantwortung liegt nun bei den Wählerinnen und Wählern – und selten zuvor bot eine Kommunalwahl so viele Alternativen.