Nürnberg - Das Zukunftsmuseum Nürnberg ist fünf Jahre alt. Nun stellt die Einrichtung ihr Programm für 2026 vor. Drei Sonderausstellungen, neue Exoskelette und humanoide Roboter bilden die Highlights - und ein regionaler Player intensiviert die Zusammenarbeit.
24.02.2026 20:12 Uhr

Das Zukunftsmuseum Nürnberg hat seinen Jahresauftakt gefeiert und dabei das Programm für 2026 vorgestellt. Im Mittelpunkt steht das Thema Licht, das in einer Sonderausstellung gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) behandelt wird. Doch auch andere Neuerungen kommen auf die Besucherinnen und Besucher des Museums in der Nürnberger Altstadt zu.

„Zukunft ist gestalt- und kontrollierbar. Das ist in diesen Zeiten eine wichtige Erkenntnis“, sagt Marion Grether, Leiterin des Nürnberger Zukunftsmuseums zu Beginn. Fünf Jahre ist die Zweigstelle des Deutschen Museums in München nun alt, knapp 126.000 Gäste begrüßte das Haus 2025. Damit liegt es in der Besuchergunst in Nürnberg hinter dem Germanischen Nationalmuseum, dem DB-Museum, dem Memorium Nürnberger Prozesse und dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und in etwa gleich auf mit dem Museum für Kommunikation.

Grether und ihre Kolleginnen haben einiges vor, vor allem die Zusammenarbeit mit der FAU bildet 2026 einen Schwerpunkt, Universitätspräsident Joachim Hornegger ist ebenfalls vor Ort und streicht die Bedeutung von Wissenschaftskommunikation heraus: „Wir wollen Wissenschaft erfahrbar machen und dem Steuerzahler zeigen, was mit dem vielen Geld an den Universitäten und in der Forschung passiert. Dafür ist das Museum die perfekte Bühne.“

Exoskelette, Scheitern in der Wissenschaft, Symposien, Talks und Kunst: Die Highlights im Zukunftsmuseum Nürnberg im Jahr 2026

Mit der Ausstellung „Ways of Light - Licht und Schatten optischer Technologien“ beginnt die Kooperation von FAU und Museum am 27. März. Wie retten Laser Leben, wie machen Sensoren Unsichtbares sichtbar und wie verändern neue Bildgebungs- und Kommunikationstechnologien unseren Alltag? Interaktive Stationen laden dazu ein, diese Fragen zu beantworten. Ein Aktionstag „Licht“ zur Sommersonnenwende am 20. und 21. Juni ergänzt den Schwerpunkt mit einer langen Museumsnacht, vielen Mitmach-Experimenten und soll laut Programmleiterin Susanne Grube als Ersatz für die dieses Jahr nicht stattfindenden Großereignisse „Blaue Nacht“ und „Lange Nacht der Wissenschaften“ dienen.

Mit der Ausstellung „Schmerz - Comic meets Rheuma“ findet die Kooperation mit der FAU dann von 31. Juli bis 4. Oktober ihre Fortsetzung. Eine komplexe Krankheit mit Bildergeschichten greifbar zu machen - darauf zielt die Ausstellung im Forum des Hauses ab.

Auch Neuanschaffungen bringt 2026 mit sich: Vier Exoskelette sollen helfen, Technik selbst zu erleben und zu erfahren, wie beispielsweise bewegungseingeschränkte Menschen ihren Alltag mit solchen Apparaturen bestreiten. Kosten pro Stück: zwischen 2500 und 3000 Euro. Das Museum plant außerdem, zwei humanoide Roboter des Typs „R1 EDU U1“ des chinesischen Herstellers Unitree anzuschaffen. Die lauffähigen Roboter sollen pünktlich zur Fußball-WM im Juni in den Wettbewerb zu echten Kickern gehen und dabei bereits Lust auf den 2027 in Nürnberg stattfindenden RoboCup, den weltweit größten und renommiertesten Wettbewerb für Robotik und Künstliche Intelligenz, machen.

Die dritte Sonderausstellung findet vom 27. November bis 14. Februar 2027 statt und beschließt das Jahr. Sie trägt den Namen „Fail - Scheitern in Wissenschaft und Technik“ und widmet sich der Frage, warum Scheitern für Wissenschaft und Innovation so essenziell ist.

Weitere Informationen sowie das komplette Programm finden Sie auf der Webseite des Zukunftsmuseums.