
Bereits 2024 hatte die Teambank das veränderte Verhalten ihrer Kunden gespürt: Die Teuerungsraten beim täglichen Bedarf bewirkten, dass die Menschen weniger Geld ausgeben oder ihre Ratenkredite nicht abbezahlen können. Diese angespannte Wirtschaftslage setzte sich auch im Jahr 2025 fort und brachte viele Kunden bei der Rückzahlung ihrer Kredite in Schwierigkeiten. Das führte dazu, dass das Kreditinstitut mit Sitz in Nürnberg seine Risikovorsorge erneut konjunkturbedingt aufstocken musste - um 233 Millionen Euro, 2024 waren es 205 Millionen, im Jahr davor 133 Millionen gewesen.
Die Erhöhung der Risikovorsorge belastet entsprechend auch das Ergebnis der Teambank, die „im Geschäftsjahr 2025 in einem herausfordernden Umfeld ein Ergebnis vor Steuern von -29 Millionen Euro (2024: 23 Millionen Euro) verzeichnete“, heißt es in einerPressemitteilung. Das Ratenkredit-Neugeschäft reduzierte sich demnach im Vorjahresvergleich um -9,4 Prozent (2024: 3,1 Milliarden Euro). Der Bestand verringerte sich leicht und lag bei 9,1 Milliarden Euro (-3,7 Prozent). Die Bank zählte zum 31. Dezember gut eine Million Kundinnen und Kunden.
Teambank Nürnberg: Konsumkreditgeschäft befindet sich im Wandel
„Unser Anspruch ist es, wieder an den Wachstumspfad anzuknüpfen“, sagt Teambank-Vorstandsvorsitzender Christian Polenz. „In der aktuellen konjunkturellen Situation steuern wir unser Geschäft allerdings bewusst mit Augenmaß.“ Das Konsumkreditgeschäft befindet sich dem Nürnberger Geldinstitut zufolge in einem strukturellen Wandel: Der Finanzierungsbedarf werde zunehmend am Ort des Konsums erfüllt, was häufig zu einer Vielzahl kleiner Kredite führe und bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern das Risiko erhöhe, die eigene Liquidität aus den Augen zu verlieren. Die Teambank begegnet dieser Entwicklung nach eigenen Angaben mit einem kundenzentrierten Angebot, bei dem die finanzielle Leistungsfähigkeit der Kunden und Kundinnen individuell berücksichtigt werde.

Keine Kommentare