Erlangen/Landkreis Erlangen-Höchstadt - In Erlangen wohnen nur 30,7 Prozent der Haushalte in den eigenen vier Wänden. Ein Wert, weit unter dem Bundesdurchschnitt. Verlierer sind junge Menschen zwischen 25 und 40 Jahren, die sich in der Hugenottenstadt kaum noch Wohneigentum leisten können.
19.02.2026 10:19 Uhr

Rund 20.600 Haushalte in Erlangen wohnen in den eigenen vier Wänden – das entspricht einer Wohneigentumsquote von 30,7 Prozent. 37 Prozent davon leben in einer Eigentumswohnung. Damit liegt die Stadt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 43,5 Prozent. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt ist die Lage anders: Dort gibt es rund 40.500 selbstgenutzte Wohnungen, die Quote liegt bei 62,3 Prozent. Hier leben 15 Prozent in einer Eigentumswohnung. Das zeigt eine Analyse des Pestel-Instituts im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB).

Besonders betroffen sind laut Studie die 25- bis 40-Jährigen. In Erlangen leben rund 31.500 Menschen dieser Altersgruppe, im Landkreis etwa 24.800. Viele von ihnen könnten sich Wohneigentum kaum noch leisten, heißt es in einer Pressemitteilung des Pestel-Instituts. Die „Nestbauer-Generation“ sei zur „Verlierer-Generation“ geworden, sagt Pestel-Ökonom Matthias Günther.

Der Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel fordert deshalb eine neue staatliche Förderung: direkte Zuschüsse als Startkapital sowie zinsgünstige Kredite. Die frühere Eigenheimzulage und das Baukindergeld seien weggefallen, eine verlässliche Unterstützung fehle. Wichtig sei eine langfristige, unbürokratische „Haus-Förderung“. Wohneigentum sichere nicht nur Familien ab, sondern sei auch eine „Rente in Stein“ – und ein Schutz vor Wohnarmut im Alter.