
Rund 20.600 Haushalte in Erlangen wohnen in den eigenen vier Wänden – das entspricht einer Wohneigentumsquote von 30,7 Prozent. 37 Prozent davon leben in einer Eigentumswohnung. Damit liegt die Stadt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 43,5 Prozent. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt ist die Lage anders: Dort gibt es rund 40.500 selbstgenutzte Wohnungen, die Quote liegt bei 62,3 Prozent. Hier leben 15 Prozent in einer Eigentumswohnung. Das zeigt eine Analyse des Pestel-Instituts im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB).
Besonders betroffen sind laut Studie die 25- bis 40-Jährigen. In Erlangen leben rund 31.500 Menschen dieser Altersgruppe, im Landkreis etwa 24.800. Viele von ihnen könnten sich Wohneigentum kaum noch leisten, heißt es in einer Pressemitteilung des Pestel-Instituts. Die „Nestbauer-Generation“ sei zur „Verlierer-Generation“ geworden, sagt Pestel-Ökonom Matthias Günther.
Der Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel fordert deshalb eine neue staatliche Förderung: direkte Zuschüsse als Startkapital sowie zinsgünstige Kredite. Die frühere Eigenheimzulage und das Baukindergeld seien weggefallen, eine verlässliche Unterstützung fehle. Wichtig sei eine langfristige, unbürokratische „Haus-Förderung“. Wohneigentum sichere nicht nur Familien ab, sondern sei auch eine „Rente in Stein“ – und ein Schutz vor Wohnarmut im Alter.

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