
Beim Paketdienstleister GLS in Nürnberg kommt es erstmals in der Geschichte des Standorts zu einem Streik. „Die Beschäftigten sehen sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem der Arbeitgeber zwei Aufforderungen zur Aufnahme von Tarifverhandlungen unbeantwortet ließ und nun auch einen zuletzt gesetzten Verhandlungstermin kommentarlos hat verstreichen lassen“, schreibt die Gewerkschaft Verdi Bezirk Mittelfranken in einer Presseerklärung.
Nach Angaben von Verdi existiert am Standort bislang keine tarifvertragliche Grundlage, der bayerische Flächentarifvertrag für die Speditions‑ und Logistikbranche findet dort keine Anwendung. Die Arbeitsbedingungen lege der Arbeitgeber einseitig fest.
Die Nürnberger Beschäftigten fordern zwei zusätzliche Urlaubstage
Mit dem Streik wollen die Beschäftigten Verhandlungen über einen Haustarifvertrag durchsetzen. Zu den Forderungen gehören die vollständige Anerkennung des Flächentarifvertrags, ein monatlicher Aufschlag von 50 Euro, zwei zusätzliche Urlaubstage und tarifliches Urlaubsgeld für diese Tage.
Die Gewerkschaft erwartet nun vom Unternehmen ein Signal der Gesprächsbereitschaft. Verdi‑Gewerkschaftssekretärin Jessica Hampel betont, die Beschäftigten leisteten täglich einen hohen Beitrag zum Unternehmenserfolg und hätten Anspruch auf faire, tariflich abgesicherte Bedingungen.

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