
Jeden Mittwoch stellen wir Bewohner des Nürnberger Tierheims vor – in der Hoffnung, dass sie ein neues Zuhause finden. Zuletzt haben wir an dieser Stelle die beiden schüchternen, aber sehr lieben Katzengeschwister Raven und Spike, vier Monate jung, porträtiert - ebenso die elfjährige Hündin Lilo, ein Malteser-Mix. Für die Tiere hat sich bislang noch kein passender Interessent gemeldet.
Heute geht es um eine Katze und um einen Hund: Heinz ist ein Notfall. Der 13-jährige Mischling ist kurz vor Weihnachten als angeblicher Fundhund im Nürnberger Tierheim gelandet und wurde nie vermisst, heißt es. „Der liebe Hunde-Opa wünscht sich dringend ein neues, ebenerdiges Zuhause, gerne mit Garten“, sagen die Tierpfleger.
Der Rüde mag täglich gemütliche Spaziergänge, ansonsten hat er gerne seine Ruhe und schläft viel. Heinz kann zu älteren Kindern, die verstehen, wann ein Hund seine Ruhe braucht. Hündinnen findet er gut, manchmal vielleicht zu gut, bei Rüden entscheidet die Sympathie. Er hat aber auch nichts gegen einen Einzelprinzenplatz einzuwenden. Die Tierheimmitarbeiter hoffen, dass der Hund mit der grauen Schnauze bald einen schönen Platz findet, wo er seinen Lebensabend verbringen kann.
Auch Luci ist mit ihren elf Jahren schon etwas älter. Für sie werden tiererfahrene Menschen gesucht, denn sie hat - typisch Katze - ihren eigenen Kopf. Die hübsche Mieze ist bereits vermittelt worden, kam aber wegen Überforderung zurück, heißt es. Die Seniorin möchte Freigang und hat manchmal ihre Launen. Luci ist keine typische Schmusekatze, die Mieze kommt von alleine, wenn sie Streicheleinheiten möchte. Wenn ihr etwas nicht passt, teilt sie schon mal mit der Pfote aus. Auch mag sie es nicht, hochgehoben zu werden. Sie findet es besser, Boden unter ihren vier Pfoten zu haben. Wer kann es ihr verdenken? Und wenn ihr etwas komplett gegen den Strich geht, kann es auch mal sein, dass sie beißt. Aber wenn Menschen die Katzensprache beherrschen, kommt es gar nicht so weit. Luci braucht Zeit, um einen in ihr Herz zu schließen, dann zeigt sie sich von ihrer lieben Seite und kann sehr redselig werden. Die Mieze braucht Medikamente für die Schilddrüse und wünscht sich ein Zuhause, in dem man sie so liebt, wie sie ist.
Weitere Informationen: Kontakt zum Tierheim in der Stadenstraße 90 unter der Telefonnummer (09 11) 91 98 90. Die Vermittlung erfolgt lediglich in Einzelterminen. Freitags gibt es von 14 bis 16 Uhr die Möglichkeit zum Informieren und Schauen. Bildergalerie: www.nn.de


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