
Für Montag, 2. Februar, hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben der Infra kommt es daher auf den Fürther Buslinien und bei der U-Bahn ganztägig zu Beeinträchtigungen und Ausfällen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen. Diese waren in der ersten Runde am 19. Januar gescheitert.
Der Warnstreik in Fürth begann mit Betriebsbeginn um 4 Uhr morgens und dauert 24 Stunden. Dennoch versuche das Unternehmen mit einem reduzierten Fahrplan den ÖPNV aufrecht zu erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung. Vornehmlich in Zusammenarbeit mit privaten Verkehrsunternehmen verkehren die Busse demnach im 60-Minuten-Takt auf einem eingeschränkten Streckennetz. Einzige Ausnahme ist die Linie E77, diese verkehrt im 30-Minuten-Takt. Der Betrieb des Fürther Abschnitts der U-Bahn-Linie 1 liegt in der Verantwortung der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG). Auch hier sind Streiks angekündigt, deshalb werden die U-Bahnen auch in Fürth nicht verkehren. Die Deutsche Bahn und damit auch die S- und R-Bahnen sind dagegen vom Streik nicht betroffen.
Infra wird auf den Buslinien in Fürth „punktuell unterstützen“
Am Montagmorgen scheinen die meisten Menschen in Fürth sich auf den Streik eingestellt zu haben. Zwar kamen am Hauptbahnhof Pendler an, zu den mit einem Rolltor verschlossenen U-Bahngleisen bog aber kaum jemand ab. Nur vereinzelt wunderten sich Menschen über den versperrten Zugang. Die S-Bahnen und Regionalzüge waren zwar voller als sonst, aber nicht unbedingt überfüllt. Viele Menschen scheinen auf das Auto umgestiegen zu sein. Im Berufsverkehr kam es am Morgen mancherorts zu Staus.
Vor dem Bahnhof weisen die elektronischen Tafeln an den Bushaltestellen zwar auf den Streik und die Ersatzbusse hin. Allerdings werden dort auch die regulären Linien samt Abfahrtszeiten angezeigt, was teilweise für Verwirrung sorgte.
Von den Einschränkungen ist auch der Schulverkehr betroffen. Die Infra selbst versucht nach eigenen Angaben, soweit es personell möglich ist, mit einzelnen Verstärkerfahrten auf den genannten Linien „punktuell zu unterstützen“. Die geänderten Fahrzeiten sind nicht in der VGN-Verbindungsauskunft hinterlegt, auch an den Haltestellen hängen keine Sonderfahrpläne aus. Alle Ersatzfahrpläne sowie eine Übersicht des Streiknetzes sind jedoch im Internet unter www.infra-fuerth.de/fahrplaene zusammengestellt.
Telefonisch beantwortet die Infra unter der Rufnummer (0911) 9704-4000 weitere Fragen. Die Servicecenter in der Leyher Straße 69 und im Fürther Hauptbahnhof sind wie gewohnt geöffnet, ebenso das Verwaltungsgebäude an der Leyher Straße 69.
Man gehe davon aus, dass der Betrieb ab Dienstag ab 4 Uhr wieder wie fahrplanmäßig möglich ist, heißt es.



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