
Die Brücke im Kreuzungsbereich Schwabacher Straße/Frankenschnellweg über den ehemaligen Ludwig-Donau-Main-Kanal muss dringend durch einen Damm ersetzt werden, da das aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert stammende Bauwerk erhebliche Schäden aufweist und seit Längerem nur eingeschränkt nutzbar ist; betroffen sind sowohl der Straßen- als auch der Gehwegverkehr, unter der Brücke verläuft zudem eine Fernwärmeleitung der N‑Ergie. Das teilt die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung mit.
Zur Vorbereitung der Maßnahme beginnen am Montag, 19. Januar, Rodungsarbeiten, die voraussichtlich innerhalb einer Woche abgeschlossen sein sollen: Rund 2800 Quadratmeter Wildwuchs im Bereich des alten Hafenbeckens sowie weitere etwa 350 Quadratmeter östlich der Brücke werden entfernt, um eine notwendige Wendemöglichkeit für den Materialtransport einzurichten, heißt es seitens der Stadt.
Provisorium ist nötig, um die Schwabacher Straße für den Verkehr freizuhalten.
Die Arbeiten finden laut Stadtverwaltung außerhalb der Vogelschutzzeit von März bis September statt und sind erforderlich, um Platz für die Baustellenzufahrt und das Materiallager zu schaffen.
Ab Sommer 2026 wird die alte Brücke teilweise abgebrochen und provisorisch durch einen Erdwall ersetzt, wobei die Brückenköpfe und Fundamente im Boden verbleiben und der Zwischenraum mit tragfähigem Material verfüllt wird. Ursprünglich war vorgesehen, die Brücke im Zuge des geplanten Ausbaus des Frankenschnellwegs zu beseitigen. Ein langwieriges Klageverfahren dagegen verzögerte jedoch die Umsetzung, sodass das Provisorium notwendig wird, um die Schwabacher Straße für den Verkehr aufrechterhalten zu können.
Sanierungsmaßnahme dient der Verkehrssicherheit
Die Maßnahme steht nach Angaben der Stadt in keinem Zusammenhang mit dem Ausbau des Frankenschnellwegs, sondern dient allein der Verkehrssicherheit und der Funktionsfähigkeit der wichtigen Nord-Süd-Verbindung an der Schwabacher Straße. Der Rad- und Gehweg auf der Westseite der Brücke ist bereits seit November 2024 gesperrt, Rad- und Fußverkehr werden seitdem über die Fahrbahn geführt. Mit dem Rückbau der alten Brücke und dem Bau des Provisoriums soll diese zentrale Verbindung im Jahr 2026 wieder vollständig gesichert werden.
Bürgermeister Christian Vogel, Erster Werkleiter des Servicebetriebs Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör), bezeichnet die Sanierung als dringend notwendig, um die Nord-Süd-Verbindung aufrechtzuerhalten, von der Pendlerinnen und Pendler, Handwerksbetriebe und viele weitere Nutzer täglich profitieren, und verweist zugleich darauf, dass die Errichtung des Provisoriums eine Folge der langen Verzögerungen durch die Klagen gegen den Frankenschnellweg sei, die zudem zu bedauerlichen Mehrkosten geführt hätten.

6 Kommentare
FindedieWahrheit
Erneut nimmt die NN ihre Aufgabe als sog. 4te Gewalt nicht wahr, sondern gibt den Stadtsprech 1:1 weiter. Das Projekt aus dem "19. Jahrhundert" weist eine unrealistische, unzeitgemäse Planung auf. Die Umsetzung wird man in 30 Jahren als "Schildbürgerstreich" und dümmstes Projekt des beginnenden Jahrtausends markieren. Das geht nicht nur aus den professionellen Darstellungen von Baukunst hervor. Alleine dass die Strecke nach Beseitigen der Hürden, als Abkürzung für 10.000de LKW genutzt werden wird, senkt die Lebenszeit erheblich uvam. Die Bäume werden gefällt, die Tinte ist trocken, an das Klima passen wir uns an und in spätestens 50 Jahren, kriegen die Aufträge dann die Nachfahren der Oberen. Alles super, alles gut - aus der kapitalen Verwertungsperspektive. Schade, dass Beton nicht brennt.
18.01.2026 11:33 Uhr