Nürnberg - Das neue „Ramenbistro“ im Nürnberger Stadtteil Johannis bietet Varianten der asiatischen Nudelsuppe an. Die Ramen- und Udon-Nudeln werden selbst gemacht - und das Konzept erinnert eher an ein Laboratorium als an ein klassisches Restaurant.
1 Kommentar
Golfmaster
als begeisterter „Suppenkasper“ und Liebhaber der asiatischen Küche hat mich Ihre Rezession über das „Ramenbistro“ neugierig gemacht. Wir haben das „Nudellabor“ heute besucht.
Um es kurz zu machen: die beiden Ramensuppen (Vegan und Chicken) waren gut; ihnen fehlte vielleicht die berühmte asiatische Tiefe der Brühe, aber das nur nebenbei. Möglicherweise waren die Nudeln in der Suppe auch mit dem „Mercedes“ unter den Nudelmaschinen und dem „teuersten Mehl des Landes“ hergestellt, aber der exorbitante Preis von 16€ je Suppenschüssel des „Lifestyle-Produkts Nudelsuppe“, verbunden mit dem Fehlen jeglicher Würde im kalten Fliesenambiente, mit Selfservice für Getränke, die aber stilecht ohne Gläser, hat mir nun endgültig gezeigt, dass ich offensichtlich zu alt für diese Art der Gastronomie bin.
Was dieses Bistro an „Gastlichkeit“ bietet ist in Wirklichkeit eine obszöne Verachtung des Gastes, verbunden mit einem durch nichts begründeten Wucherpreis. Es ist gelinde gesagt eine Frechheit.
Und deshalb sollten Sie zukünftig bei ähnlichen Beschreibungen solcher hippen Lokalitäten bitte einen Warnhinweis für ältere Menschen anbringen, die noch einen Rest von Respekt in einem Speiselokal/Bistro erwarten, auch wenn sich dieses als „gläserne Manufaktur“ bezeichnet.
05.02.2026 17:10 Uhr