Pegnitz - Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Pegnitz hat ihre Stadtratsliste für die Kommunalwahl 2026 einstimmig nominiert. Mit dabei war auch der gemeinsame Bürgermeisterkandidat Stefan Krieg von der CSU. Er betont die Notwendigkeit effizienterer Verwaltung.
26.12.2025 10:00 Uhr

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Pegnitz hat im Gasthaus Zipserberg ihre Stadtratsliste für die Kommunalwahl nominiert. Trotz des ungewöhnlichen Termins war der Saal bis auf wenige Plätze gefüllt. Die Liste wurde einstimmig verabschiedet – ein klares Signal der Geschlossenheit. Die Bürgermeisterkandidatur war bereits Ende Juli erfolgt.

FWG-Vorsitzender Philipp Schieder eröffnete die Versammlung mit einem Appell an Zusammenhalt und Vielfalt: „Unsere Liste vereint unterschiedliche Altersgruppen, Berufe und Lebenserfahrungen. Genau diese Mischung macht uns stark und garantiert eine sachliche, praxisnahe Kommunalpolitik.“ Schieder dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und hob die hohe fachliche Kompetenz des Teams hervor, teilt die FWG auf Anfrage der Redaktion mit. „Unsere Kandidaten sind fest in der Stadtgesellschaft verankert und bereit, Verantwortung zu übernehmen.“

Bürgermeisterkandidat Stefan Krieg (CSU) stellte sich als Familienmensch und Unternehmer vor und umriss seine Ziele: „Pegnitz kann es besser. Wir brauchen mehr Einsatz, mehr Konsequenz und eine effizientere Verwaltung.“ Krieg forderte eine konsequente Digitalisierung, schnellere Projektumsetzung und eine zukunftsfähige Lösung für das Ganzjahresbad Cabriosol. „Wir müssen wieder gestalten, statt verwalten“, betonte er. Sein Credo: „Mehr Wir, weniger Ich.“ Er machte deutlich, dass er das Bürgermeisteramt nicht als Bühne, sondern als Arbeitsauftrag versteht: „Wir müssen Projekte entschlossener vorantreiben und auch zu Ende bringen.“

Den emotionalen Höhepunkt des Abends setzte Claus Spieler, stellvertretender Vorsitzender und Fraktionschef. In einer Rede kritisierte er den aktuellen Stillstand in der Stadt scharf: „Pegnitz erlebt keinen gestaltenden Bürgermeister, sondern ein Schaulaufen – zwischen Selbstmitleid und Provokation.“ Und weiter: „Fast 14 Jahre Stillstand haben uns zurückgeworfen. Wir müssen Pegnitz aus der Mittelmäßigkeit führen – hin zu einer Stadt, die beneidet wird, nicht bemitleidet.“

Spieler ging auch auf die finanziellen Probleme ein und nannte konkrete Zahlen: „Über 13 Millionen Euro Ausgabereste im Haushalt sind kein Zeichen von Sparsamkeit, sondern von Fehlplanung und Umsetzungsversagen. Das ist verlorene Zeit und verlorenes Geld.“ Er warnte vor den Folgen weiterer Untätigkeit: „Wir finanzieren steigende Belastungen derzeit durch unterlassene Investitionen. Das kann und wird nicht dauerhaft funktionieren.“

Nominierung der FWG Pegnitz: Die Rede von Fraktionsvorsitzendem Claus Spieler

Besonders stolz zeigte sich Spieler über die Einigung mit der CSU auf einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten: „Dass wir es geschafft haben, über Parteigrenzen hinweg einen Kandidaten zu finden, der beide Stadtratslisten repräsentiert, ist ein starkes Signal. Gemeinsam mit Stefan Krieg wollen wir Pegnitz wieder nach vorne bringen – sachlich, verantwortungsvoll und im Interesse unserer Stadt.“

Seine Botschaft war klar: „Pegnitz braucht Führung – nicht Ausreden. Führung durch Vorbild, Kompetenz und klare Ziele.“ Zum Schluss appellierte er an die Mitglieder: „Jetzt ist nicht die Zeit für lange Reden. Jetzt ist die Zeit für Entscheidungen. Für eine starke FWG, einen starken Bürgermeister und eine starke Zukunft unserer Stadt.“

Mit dieser geschlossenen Mannschaft sieht sich die FWG Pegnitz bestens gerüstet für die Kommunalwahl 2026. Der Wahlkampf dürfte spannend werden – und die Botschaft der FWG ist klar: „Wir packen an.“

Kommunalwahl Pegnitz 2026: Das sind die FWG-Kandidaten für den Stadtrat

Die Kandidaten der FWG Pegnitz sind: Claus Spieler, Philipp Schieder, Franzi Lindner, Maximilian Held, Heike Lindner-Fiedler, Benedikt Bartl, Elvira Looshorn, Thomas Koukal, Franziska Lehner, Hans Hümmer, Holger Rabenstein, Thomas Schmidt, Andre Popp, Sabine Arnold, Ilona Lehner, Johannes Neubauer, Sebastian Haas, Alexandra Körber, Wolfgang Berner, Felix Lindner, Karl-Heinz Lehner, Milena Heisinger, Sabine Heinz, Daniel Hagn.