Landkreis Roth/Gunzenhausen - Im Fränkischen Seenland ist im Sommer einiges geboten: Wakeboard-Anlage, Kletterwald mit Zipline, Sommerrodelbahn und vieles mehr. Unsere Reporterinnen und Reporter haben Freizeitaktivitäten rund um die Seen mit prominenter Unterstützung getestet.
26.12.2025 11:58 Uhr

Der Sommer im Seenland bietet viele Möglichkeiten. Unsere Reporterinnen und Reporter haben im Sommer mehrere Freizeitaktivitäten in der Region getestet - immer mit prominenter Unterstützung.

Kajaktour auf dem Altmühlsee mit MS Kapitänin Phoebe Preiß

Normalerweise sitzt Phoebe Preiß am Steuerrad der MS-Altmühlsee und chauffiert Passagiere über das Gewässer vor den Toren Gunzenhausens. Diesmal ist ihr Wasserfahrzeug mehrere Nummern kleiner – und sie hat nur einen Passagier: mich.

Für unsere Sommerserie mit Freizeit-Tipps wage ich mich mit ihr im Zweier-Kanu aufs Wasser – beziehungsweise auch ins Wasser. Denn das gelbe Kunststoff-Bötchen ist nicht ganz dicht: Durch sogenannte Speigatte, eine Art Entwässerungssystem eines Kajaks, dringt Wasser ein – und binnen Minuten ist meine körpereigene Sitzfläche schön eingeweicht. Die Fahrt mit der Kapitänin war dennoch ein naturnahes, wunderbar entschleunigendes Erlebnis. Jürgen Eisenbrand

SUP-Yoga am Rothsee mit Challenge-Chef Felix Walchshöfer

Wie gelingt Tiefenentspannung, wenn man jederzeit ins Wasser fallen könnte? Diese Frage habe ich mir im Sommer gestellt, als ich gemeinsam mit Challenge-Roth-Chef Felix Walchshöfer und Yogalehrerin Claudia Meiler auf dem Rothsee unterwegs war. Eigentlich ist oben bleiben auf dem Stand-Up-Paddle-Board (SUP) nicht so schwer – aber wenn man dabei zum ersten Mal zum Herabschauenden Hund ansetzt, wird es doch ein wenig wackelig.

Spaß gemacht hat es trotzdem. Weit draußen auf dem Wasser herrscht am Morgen eine herrliche Ruhe. Und dadurch, dass ich ständig mit Mikro-Bewegungen das Schwanken meines SUPs ausgleichen muss, tue ich einiges für meine Tiefenmuskulatur, ohne dass es sich allzu sehr wie Sport anfühlt. Mein Fazit: SUP-Yoga ist anfängerfreundlich und perfekt zum Entspannen. Jana Vogel

Auf dem Wakeboard am Kleinen Brombachsee mit Kite-Surf-Lehrer Erwin Gruber

Selten habe ich mich so nass gefühlt, wie an jenem Sommertag, an dem ich die Wakeboard-Anlage am Kleinen Brombachsee ausprobieren durfte. Durchtränkt von Seewasser und Scham kroch ich nach jeder Sturzlandung wieder an Land, während Erwin Gruber, der mit mir die Anlage ausprobierte, trotz seiner 64 Jahre direkt beim ersten Versuch eine ganze Runde drehte.

Allerdings ist er nicht nur Vater des Kite-Surf Weltmeisters Florian Gruber, sondern unterrichtet auch selbst seit den 80ern Kite-Surfen im Fränkischen Seenland. Gegen Ende klappte es dann sogar bei mir, dass ich ein wenig auf dem Board stehen blieb. Freilich nicht die ganze Runde, aber immerhin bis zur ersten Ecke. Es war ein unglaublich witziges Erlebnis. Und den Muskelkater am nächsten Tag gab es gratis dazu. Marlene Weyerer

Mit Ex-Bundesligaprofi Werner Rank im Kletterwald in Enderndorf

Bei meinem Sommervergnügen ging es hoch hinaus - die Zipline über den Igelsbachsee sollte es werden. Von früher noch kannte ich den ehemaligen Bundesliga-Profi Werner Rank, der den einsamen Rekord hält, in allen Fußballligen erfolgreich auf Torejagd gegangen zu sein.

Und Werner sagte auch sofort zu. Dass dann aber eine Schlechtwetterphase Ende Juli, Anfang August Freizeitaktivitäten stark einschränkte, sorgte für Verzögerungen. Doch dann war es endlich so weit - gesichert mit Gurten warfen wir uns in die Doppel-Zipline, und flogen regelrecht über den glitzernden See. Und das gleich zweimal. Ein unvergessliches Vergnügen. Wird nicht das letzte Mal gewesen sein ... Georg Lindner

Für Adrenalinjunkies: Fallschirmspringen im fränkischen Seenland

Begonnen hatte der erste Fallschirmsprung meines Lebens mit einem Gespräch mit Ludger Harbke zum Abschied als langjähriger Bademeister des Allersberger Freibades.

Doch Ludger, mit dem ich schon aus Jugendzeiten befreundet bin, ist nicht nur Tauchlehrer, sondern außerdem lizenzierter Fallschirmspringer. Mit besten Kontakten zur Fallschirmspringerschule „Skydive colibri“ mit Sitz im kleinen Waizenhofen bei Thalmässing.

Als nun innerhalb der Redaktion die Diskussion lief, was für unsere Sommerserie „taugen“ würde, kam meine Idee, im Rothsee mit Ludger Harbke tauchen zu gehen. Fand dieser aber „zu langweilig“.

Stattdessen fragte er, wie es denn wäre, buchstäblich in die Luft zu gehen. Und zwar auf stolze 4000 Meter Höhe ?! Mit Fallschirmabsprung.

So nahm die Geschichte samt folgender Reportage ihren Lauf. Es war für mich eine der persönlichsten und definitiv eine der spannendsten Reportagen, die ich im Lauf meiner über 30 Berufsjahren machen konnte. Claudia Weinig

Auf dem Tandem mit Pyraser-Brauereichefin Marlis Bernreuther

Mit Marlies Bernreuther an einem Dienstagvormittag auf einem Tandem um den Rothsee zu fahren … Das war ein in jedem Sinne einmaliges Erlebnis. Etwa deshalb, weil unser Tandem Startschwierigkeiten hatte, und nicht so wollte, wie wir. Oder auch, weil ich nicht so wollte, wie die Brauereichefin – oder sie eben anders als ich, wie man es nimmt.

Denn ein Tandem zu fahren ist ein ständiger Kompromiss: Ein Sich-Einlassen auf die andere Person, sich synchronisieren, verbal und auch im Tritt. Am Ende lief es dann aber rund, und so war dieser ungewöhnliche Reportertermin eine wunderbare Team-Building-Maßnahme, auch wenn Marlies Bernreuther und ich vielleicht nur ein einziges Mal als Tandem-Team unterwegs gewesen sind. Aber wer weiß schon so genau, was die Zukunft bringt? Lidia Piechulek

Sommerrodeln mit der Fürstin von Wrede in Pleinfeld

Es heißt zwar „Adventure Golf“, aber das echte Abenteuer an diesem Tag in Pleinfeld fand ich gleich nebenan auf der Sommerrodelbahn. Das Liftfahren funktionierte noch einwandfrei – da kann man aber auch nicht viel falsch machen. Beim Bergabfahren ist mir das dann aber gut gelungen.

„Sie müssen jetzt schon ein wenig schneller fahren, Herr Eisenbrand! Sie halten sonst den ganzen Verkehr auf“, höre ich von hinten die energische Stimme von Katalin Fürstin von Wrede. Sie mahnt mich, doch ein wenig mehr Mut zu zeigen und den kleinen Schlitten etwas weniger abzubremsen. Ich reiße mich zusammen, drücke den Bremshebel ganz nach vorn – und schließlich nimmt auch mein Schlitten gehörig Fahrt auf – eine flotte Sommergaudi.

Gemütlicher, aber keineswegs weniger spaßig, war dann das Abenteuer-Golfen auf dem neuen, sehr aufwändig und mit viel Liebe zum (regionalen) Detail gestalteten Gelände. Ein sportlicher Wettbewerb mit – unter anderem - dem Seenland, den Römern, einem stattlichen Dino, dem Spalter Hopfenland, den Mühlen im Seenland und dem Wakepark als Hindernissen.

Und zum Abschluss dann ein erfrischendes Bier – natürlich aus dem Brauhaus der energischen Fürstin. Jürgen Eisenbrand

Sommerserie Adventure Golf Pleinfeld
Abenteuer Golf: Katalin Fürstin von Wrede weist Reporter Jürgen Eisenbrand in die Geheimnisse ihres Adventure-Golf-Parcours ein - und zwar auf Bahn 5, wo ein Modell ihrer Brauerei als Hindernis verbaut ist. © Markus Zäh

Sommerserie_Tandem_Fahren_Marlies_Bernreuther
Mit Marlies Bernreuther (links) auf dem Tandem fahren: Das war ein besonderes Ereignis für Reporterin Lidia Piechulek. Denn bei dieser Aktivität muss man gut kommunizieren und sich voll aufeinander einlassen. © Salvatore Giurdanella

Zip Line Werner Rank Enderndorf Print
Es war gar nicht so einfach, dass unser Reporter Werner Rank (rechts) und sich selbst auf ein Bild brachte an der Doppel-Zip-Line. Eine 360-Grad-Kamera an einem Selfie-Stick sorgte für das Bild und ein besonderes Actionvideo. © Georg Lindner