
Große Freude in Erlangen: Das Kulturzentrum E-Werk erhielt bei der zwölften Preisverleihung des Applaus-Awards in der Münchner Muffathalle eine Auszeichnung in der Kategorie „Beste Livemusikspielstätte“.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ehrte insgesamt 88 Spielstätten und Konzertreihen mit 1,7 Millionen Euro Preisgeldern. Das E-Werk war die einzige Spielstätte in Bayern, die in dieser Kategorie prämiert wurde. Die Preisgelder betrugen bis zu 40.000 Euro pro Auszeichnung. 22 Spielstätten in ganz Deutschland wurden in der Kategorie „Beste Livemusikspielstätte“ geehrt. Die Preisträger kommen aus verschiedenen Städten von Kiel bis Villingen-Schwenningen und von Bautzen bis Aachen.
Angespannte Haushaltslage in Erlangen machte dem E-Werk zuletzt das Leben schwer
Das E-Werk hatte aufgrund der Haushaltskrise der Stadt Erlangen schwierige Monate hinter sich. Bereits im Vorjahr zeichnete sich ab, dass die Zuschüsse 2025 nicht in der benötigten Höhe fließen würden. Betriebsbedingte Entlassungen konnten verhindert werden. „Obwohl wir in den letzten 40 Jahren immer wieder mit Krisen zu kämpfen hatten, stellte uns die aktuelle Lage und die multiplen Krisen der letzten fünf Jahre vor ungeahnte Herausforderungen“, erklärte Jan Dinger, Geschäftsführer des E-Werks. Den Kopf hängen zu lassen sei keine Option gewesen, habe das Team aber viel Kraft gekostet. „Zu erfahren, dass unser Engagement gesehen wird, bestätigt, dass sich unser Einsatz für eine vielfältige Kulturlandschaft lohnt“, sagte Dinger.
Auch Holger Watzka, Leiter der Abteilung Musik und Wort, zeigte sich erfreut: „Wir sind sehr dankbar und stolz, den Applaus-Award in der Kategorie ‚Beste Livemusikspielstätte‘ als einziger Spielort in Bayern bekommen zu haben. Wir nehmen diese Auszeichnung als starke Motivation, weiterhin mutige, vielfältige und diverse Konzerte zu ermöglichen.“ Der Preis würdigt die Arbeit aller Mitarbeiter des Kulturzentrums, darunter die Techniker, Thekenkräfte sowie Mitarbeiter an Einlass und Garderobe.
Der Applaus-Award soll die Vielfalt der deutschen Livemusikszene sichtbar machen, die von Pop über Punk bis zu elektronischen Clubsounds und Jazz reicht.


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