Nürnberg - Blockaden und viel Polizei im Einsatz: Erneut gab es Gegenproteste bei der Montagsdemo vom „Team Menschenrechte“. Die Gruppierung wird vom Verfassungsschutz beobachtet - regelmäßig beteiligen sich Neonazis und Rechtsextreme an deren Kundgebungen.
11.11.2025 10:16 Uhr

Gegen eine Kundgebung vom „Team Menschenrechte“, das vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet wird, gab es am Montagabend, 10. November, in der Innenstadt mehrere Gegendemos. Bei den Demos dieser Gruppierung sind auch Rechtsextreme und Neonazis mit dabei. Um das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen politischen Lager zu verhindern, waren zahlreiche Polizeibeamte im Einsatz.

Im Bereich des Hallplatzes sammelten sich gegen 18.30 Uhr rund 70 Personen zur Versammlung „Für Meinungs- und Versammlungsfreiheit - Gegen politische Gewalt!“ vom „Team Menschenrechte“, die gegen 19.15 Uhr durchs Zentrum zogen. In der Spitze kamen rund 250 Personen in unmittelbarer Nähe zu mehreren Gegenprotesten zusammen. Zeitgleich setzte sich auch ein Großteil der Gegendemonstranten auf einer alternativen Route in Bewegung.

Gegenprotest wollte Demo von „Team Menschenrechte“ in Nürnberg blockieren

Einige Teilnehmer des Gegenprotests versuchten laut Polizeipräsidium Mittelfranken wiederholt, auf die Aufzugsstrecke zu gelangen. Um dies zu verhindern, mussten die Einsatzkräfte teilweise unmittelbaren Zwang anwenden. Beim Hefnersplatz versuchten Gegendemonstranten, den Aufzug zu blockieren, indem sie sich auf dem Boden niederließen und sich an den Händen festhielten. Diese Blockadeaktion konnte umlaufen werden.

Nach einer Abschlusskundgebung am Hallplatz war das Versammlungsgeschehen gegen 20.45 Uhr beendet. Unter der Leitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte waren zahlreiche Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg im Einsatz.


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