Nürnberg - Zwölf regionale Brauereien kämpften auf der Consumenta in Nürnberg um die Krone des besten Biers der Metropolregion. Wer machte das Rennen und überzeugte die Jury? Und welches Bier holte den Publikumspreis?
10.11.2025 09:25 Uhr

Gutes Bier – das gibt es in der Region allerorten – doch welches ist das beste? Beim Brauereien-Gipfel der Metropolregion auf der Verbrauchermesse Consumenta in Nürnberg haben sich zwölf heimische Brauereien dem Urteil einer Experten-Jury sowie dem Geschmackstest durch das Publikum gestellt.

Was macht ein gutes Bier aus? Ein ausgewogenes Aroma, harmonischer Geschmack, stabile Schaumkrone und hochwertige Zutaten aus der Region? Eine Jury aus Experten und Expertinnen hat diese Fragen beim Brauereien-Gipfel eindeutig entschieden: Sie verkosteten und bewerteten zwölf Biere unterschiedlicher Art, allesamt aus der Region, und kamen zu einem klaren, wenn auch knappen Ergebnis: Platz eins verlieh die Jury an die Brauerei Schanzenbräu für ihr Nürnberger Rotbier. Der Publikumspreis ging an Gampertbräu aus Weißenbrunn (Landkreis Kronach) für ihr „Förster Hell“.

Sieger Stefan Stretz, Schanzenbräu-Geschäftsführer, freute sich sichtlich über den ersten Platz: „Ich fühle mich total geehrt, dass unser Rotbier der Jury geschmeckt hat“, sagte er. „Das Bier hat einen schönen Malzcharakter und eine feine, fruchtige Hopfennote.“ Auch Anette Höfner, Geschäftsführerin von Gampertbräu, seit 400 Jahren in Familienbesitz, zeigte sich stolz über den Publikumspreis: „Unsere Mühen haben sich ausgezahlt“, sagte sie. Das Helle überzeugte die Besucher und Besucherinnen mit seinem leichten und süffigen Charakter.

Dabei hing die Messlatte sehr hoch: Alle, von der Klosterbrauerei Weissenohe bis zum Braugasthof Grosch, sind Meister ihres Fachs. „Von der Qualität und Vielfalt der Biere macht uns so schnell keiner etwas vor“, betonte Klaus Peter Söllner, Kulmbacher Landrat und Sprecher von Original Regional. Der Zusammenschluss von 33 Regionalinitiativen in der Metropolregion Nürnberg hatte die Verkostung ausgerichtet, heißt es in der Pressemitteilung der Metropolregion Nürnberg.

Schluck für Schluck tastete sich die Jury an den Sieger heran. Mit in der Expertenrunde waren Anna Winkler (Bayerische Bierkönigin), Nina Salbaum (Spalter Hopfenkönigin), Stefanie Kurz (Geschäftsführerin Handwerkskammer Mittelfranken), Roland Spiller (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus), Benedikt MeierBausewein (Sprecher Private Brauereien Bayern) sowie Thilo Könicke und Henning Könicke (Geschäftsführer Afag).

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Alle hatten große Freude am Brauereien-Gipfel: die Sieger des Wettbewerbs, Jury, Produkthoheiten und Vertreter und Vertreterinnen der Metropolregion. © Katharina Gebauer

„Dass wir in der Metropolregion mit rund 300 Brauereien gutes Bier brauen, wissen wir. Der Wettbewerb zeigt abermals die Stärke und die einmalige Vielfalt unserer Braukultur“, unterstrich Söllner. Die Biertradition in der Region sei schließlich einzigartig, egal ob in Bamberg, Kulmbach oder Bayreuth. „Wir müssen alles dafür tun, dieses Handwerk zu bewahren, weil die kleinen Brauereien und Gasthöfe wichtig für die Strukturen im ländlichen Raum sind.“

Verkostet wurde auf der Consumenta auch das limitierte Jubiläumsbier „StadtLandProst“. Braumeisterinnen und Braumeister aus Oberfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz hatten das Bier zum 20-jährigen Bestehen der Metropolregion entwickelt. Dabei ist das Produkt zu 100 Prozent regional: Die Hefe und das Brauwasser stammen aus Kulmbach, die Braugerste für das Malz von Feldern aus der Umgebung. Für den Hopfen verwendeten die Brauer Sorten aus Hersbruck, Spalt und dem Aischgrund.